von Peter am 30.01.2015, 15:57 Uhr , Kategorie: Allgemein

Yeah, vermutlich braucht’s das. Denn was früher die Yogurette-Frau aus der Fernsehwerbung war, die offensichtlich nichts besseres zu tun hatte, als süß-gestresste Bürofrau in der Mittagspause mit der Kollegin joggen zu gehen um sich am Abend einen dieser übersüßen Schokoriegel reinzuschieben (oder war das die Milchschnitte), tja das ist heute die Tanzmaus, die Mittags beim Lunch Beat abhängt. Wobei abhängen falsch ist: Hier wird gedanced, was die Beats hergeben. Und das Beste daran: Man muss gar nicht aufwändig irgendwo hinfahren. Unternehmen wie die Otto Group in Hamburg bieten ihren 5.000 Mitarbeitern die Disse gleich direkt auf dem Betriebsgelände.

Spiegel Online berichtet von den mittäglichen Club-Events und irgendwie möchten wir das auch haben. Na klar: Immer nur Essen, Spazierengehen, etwas Lesen oder die Pause mal wieder durcharbeiten hat auch seinen Reiz. Aber bei DJ Udo eine halbe Stunde lang exzessiv unter der Discokugel? Warum nicht? Das nennen wir mal Employer Branding! Duschen bitte nicht vergessen.

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von Peter am 28.01.2015, 16:30 Uhr , Kategorie: Mindestlohn

“Völlig überzogene Anforderungen an die Arbeitgeber seien das.” Dass der neue gesetzliche Mindestlohn zu höheren Lohnkosten führen könnte, war schon vorher bekannt. Was Carsten Linnemann gegenüber der Süddeutschen Zeitung äußerte, ging in eine andere Richtung. Der CDU-Politiker bezog sich auf die Aufzeichnungspflichten des neuen Mindestlohngesetzes. Dessen § 17 sieht vor, dass Arbeitgeber für Arbeitnehmer bis zu einem Monatsgehalt von knapp 3.000 Euro Beginn, Dauer und Ende der Arbeitszeit dokumentieren müssen. Die Vorschrift gilt für Beschäftigte in neun Branchen, die als sehr schwarzarbeitsgefährdet angesehen werden. Der Zweck ist somit offensichtlich.

Teile von CDU und CSU drängen offenbar gerade darauf, diesen Schwellenwert auf 1.900 Euro abzusenken. Arbeitgeber hätten dann weniger bürokratischen Aufwand. Und: Auch eine Dokumentationspflicht für Mini-Jobber solle gekippt werden. Für diese bestünde kein Bedarf, solange ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, aus dem sich Stundenlohn und Arbeitszeit ergeben.

Nachdem über die Höhe des Mindestlohn schon länger nicht mehr diskutiert wird, schrauben einige Politiker unter der Oberfläche des Gesetzes unermüdlich weiter. Damit erscheint die Diskussion endlos. Kein Wunder: Sogar Bundeskanzlerin Merkel meinte erst neulich, Korrekturen beim neuen Gesetz mit dem Ziel von Bürokratie-Abbau seien denkbar. Man wolle sich das mal drei Monate anschauen. Wir dagegen hoffen, dass sich recht bald alles eingespielt und beruhigt hat. Denn der Drops Mindestlohn ist doch gelutscht.

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Je suis Charlie - ich bin Charlie” –  nach den furchtbaren Terroranschlägen auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo bekundeten unzählige Menschen weltweit ihre Solidarität mit den Opfern. Dazu veröffentlichten sie auf ihren sozialen Profilen den eingangs zitierten Satz. Oder trugen auf öffentlichen Kundgebungen und Demos Schilder mit diesen Worten. In der weltweiten Verurteilung des schrecklichen Anschlags schien die Menschheit vereint.

Da verstört die folgende Meldung umso heftiger. Einem Betriebsratsmitglied im Rastatter Werk des Autobauers Daimler fiel nichts Blöderes ein, als privat auf Facebook die Sätze “Jeder Mensch zahlt für seine Taten! Die einen früher, die anderen später… Fuck Charlie Hebdo” zu posten.

Der Aufruhr, den die Äußerungen verursachten, war enorm. Nicht nur innerhalb der Belegschaft, auch beim Arbeitgeber, bei der Gewerkschaft und innerhalb des Betriebsratsgremiums. Der Aufforderung, die Äußerungen zurückzunehmen,
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Karin Müller arbeitet als Sachbearbeiterin bei einer großen deutschen Versicherung. Karins Mutter ist knapp 80 Jahre alt. Vor kurzem stürzte sie unglücklich und brach sich das Bein. Seitdem ist die bisher recht rüstige alte Frau körperlich eingeschränkt und benötigt Unterstützung bei vielen Dingen des täglichen Lebens. Für ihre Tochter eine ganz klare Sache: Sie kümmert sich nun verstärkt um die Mama. Nur: Ihr beruflicher Alltag läßt nicht sonderlich viel Flexibilität zu. Und dann ist da auch noch die eigene Familie. Wie gut wäre es, wenn man sich in so einer Situation vorübergehend von der Arbeit freistellen lassen könnte. Nun ja, das geht! Denn das neue Pflegezeitgesetz, das seit 1.1.2015 in Kraft ist, gewährt genau darauf einen Rechtsanspruch. Aber Karin Müller zögert. Sie hat Bedenken, dieses Recht in Anspruch zu nehmen. Sie fürchtet langfristig Nachteile im Job.

So oder ähnlich geht es scheinbar vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Dabei setzt das neue Pflegezeitgesetz prägnante Marken. Es erhebt den Anspruch, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie deutlich zu verbessern. Und das ist dringend notwendig, denn: Mehr und mehr Menschen sind direkt oder indirekt von Pflegebedürftigkeit betroffen. Zwar gab es auch bisher schon gesetzliche Regeln, die in solchen Lebenssituationen Hilfe boten. Diese wurden aber kaum in Anspruch genommen. Viel zu viel war freiwillig, zu unbestimmt oder in der Realität mit handfesten Nachteilen behaftet.

Ob der neue gesetzliche Rechtsanspruch, den es seit 2015 gibt, viel ändern wird, ist leider fraglich. Zwar sind
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Der größte Chiphersteller macht einen Anfang in Sachen Chancengleichheit und vielfältiger Unternehmenskultur in der Welt der rasenden Entwicklungen.

Wie u.a. die Neue Züricher Zeitung berichtet, hat Intel die „Diversity in Technology Initiative“ gegründet und Geschäftsführer Kraznich hofft, dass auch andere IT-Unternehmen dieser beitreten. Firmen wie Google, Apple, Microsoft und Facebook haben in jüngster Zeit Statistiken veröffentlicht, die alle das gleiche Bild zeigten: Der Großteil der Mitarbeiter ist männlich und weiß.

Intel will nun als Vorreiter in den kommenden drei Jahren 300 Millionen Dollar in die Hand nehmen, damit eine höhere Beschäftigungsquote von Frauen und Angehörigen von Minderheiten erreichen und letztendlich für mehr Chancengleichheit sorgen. Stipendien sollen vergeben, Hochschulen, an denen v.a. Schwarze studieren, unterstützt und ein weibliches Entwicklungsteam für Computerspiele aufgebaut werden (Süddeutsche Zeitung 08.01.15). Gleichzeitig wird so dem Fachkräftemangel in der IT-Branche entgegengetreten.

Geplant sind Prämien als Motivation zur schnellen Umsetzung für Führungskräfte, die innerhalb der kommenden fünf Jahre den Anteil um mehr als ein Zehntel zu steigern. Das ehrgeizige Gesamtziel: in fünf Jahren soll der Anteil von Frauen, Farbigen und Hispanics an Intels Belegschaft um 14 Prozent wachsen.

Das Bewusstsein, dass sich eine Investition in die Vielfalt der Belegschaft lohnt, wächst. Es wäre zu begrüßen, wenn sich auch andere Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung stellen.

Gehört Ihr Betrieb schon dazu?

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Darf man eigentlich einfach so während der Arbeitszeit im Betrieb herumgehen und Unterschriften zur Wiedereinführung einer 35-Stunden-Woche sammeln? Im Grunde ja, entschied kürzlich das Landesarbeitsgericht Hamm (02.07.2014, 4 Sa 235/14): Wegen des Auslegens einer Unterschriftenliste zur Wiedereinführung der 35-Stunden-Woche dürfen Arbeitnehmer nicht gekündigt werden. Dies gilt sogar dann, wenn der Veranlasser der Unterschriftenaktion während der Arbeitszeit Arbeitskollegen zum Zweck der Unterschriftsleistung anspricht. Allerdings nur, solange dies einen gewissen zeitlichen Rahmen nicht überschreitet, die Arbeitsleistung nicht darunter leidet und der Arbeitsablauf nichts ins Stocken gerät, so die Richter.

Das Gericht sah in dem Verhalten des Unterschriftensammlers keine kündigungsrelevante Verletzung seiner Pflichten aus dem Arbeitsvertrag. Auch der Betriebsfrieden wurde laut Urteil nicht gestört. Es sei ein normaler Vorgang, dass Arbeitnehmer sich untereinander unterhalten. Diese Gespräche könnten auch nicht auf einzelne Themen wie Fußball, Wetter oder persönliche Angelegenheiten beschränkt werden, so die Entscheidung. Eine tatsächliche Störung des Betriebsfriedens liege erst dann vor, wenn ein Arbeitnehmer andere Mitarbeiter durch fortwährende Angriffe auf ihre persönliche Überzeugung, auf die Gewerkschaften oder ihre religiöse Einstellung reizt und dadurch ernsthafte Unruhe in der Belegschaft verursacht. Dies war in vorliegender Angelegenheit allerdings nicht der Fall.

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Ab 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte mit Lichtbild und Chip. Aufgrund dieser Datenspeicherung haben bereits viele Versicherte Bedenken geäußert. Hierzu gibt es nun ein Urteil vom Bundessozialgericht (18.11.2014, Az. B 1 KR 35/13 R). Ein Mann hatte eine Karte ohne Lichtbild verlangt, diese nicht erhalten und daraufhin geklagt. Er sah sein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt. Außerdem argumentierte er, es könne nicht nachverfolgt werden, wer die hochsensiblen Daten abrufe und verarbeite. Das Bundessozialgericht wies die Klage ab. Mitglieder einer Krankenkasse können keine Gesundheitskarte ohne Lichtbild verlangen. Ausnahmen gelten nur für Kinder unter 15 Jahren sowie für bettlägerige Menschen. Außerdem überwiege der durch das Bild verbesserte Schutz vor Missbrauch gegenüber dem Interesse des Einzelnen. Die elektronische Gesundheitskarte mit Chip und Lichtbild verbessere ja gerade den Schutz vor missbräuchlicher Inanspruchnahme, so das Urteil.

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von Ines am 02.01.2015, 15:11 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Rente

Rente mit 63 ist für viele ein Traum – doch es geht auch anders. Da gibt es nämlich noch den anderen Teil der Arbeitnehmer, denen das viel zu früh ist. Die können und wollen arbeiten bis es quasi nicht mehr geht – dürfen aber nicht, weil sie mit 67 gehen müssen. Doch ein nach beiden Seiten flexibler Ausstieg aus dem Erwerbsleben in die Rente ist gar nicht so unrealistisch. Beschäftigte, die fit sind, sollten die Möglichkeit haben, länger arbeiten zu können, so der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise. Er plädiert angesichts des Fachkräftebedarfs in Deutschland für eine freiwillige Rente mit 70 Jahren und für entsprechende Angebote, um dieses Modell reizvoll zu machen. Das berichtet unter anderen die Süddeutsche Zeitung.

Nach Meinung von Weise würde eine solche Möglichkeit dem Arbeitsmarkt sehr gut tun. Nicht nur dem Arbeitsmarkt! Sondern auch dem noch leistungsfähigen Einzelnen, für den seine Arbeit erfüllend und sinngebend ist.

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Nach monatelangem Streit um die Frauenquote in großen Unternehmen ist die schwarz-rote Koalition nun zu einem Ergebnis gekommen. Dies berichtet unter anderen die WELT. Man einigte sich auf eine 30-Prozent-Quote – zumindest für gut 100 börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen. 3.500 mittelgroße Firmen, die mitbestimmungspflichtig oder börsennotiert sind, sollen sich eigene Zielvorgaben zur Frauenquote in den Führungsetagen setzen. Dies gilt auch für Unternehmen des öffentlichen Bereichs.

Das Gesetz soll am 11. Dezember vom Kabinett verabschiedet werden und von 2016 an gelten. Halten sich die Firmen nicht an die Vorgaben, wird dies Folgen haben: Wenn Aufsichtsratsposten künftig nicht ausreichend mit Frauen besetzt werden, bleiben diese Stühle unbesetzt. Die Forderung nach Ausnahmen für bestimmte Branchen konnte sich nicht durchsetzen.

Bis zu diesem Entschluss scheint es ein harter Weg gewesen zu sein. Dem Pressebericht auf tagesschau.de zufolge hat man sich im Kampf um die Quote gegenseitig nichts geschenkt: Unionsfraktionschef Volker Kauder warf Bundesministerin Manuela Schwesig Weinerlichkeit vor. SPD-Chef Sigmar Gabriel unterstellte Kauder daraufhin ein Problem mit Frauen. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sprach von Macho-Gehabe und schlechter Kinderstube. Doch diese verbalen Ausreißer haben sich jetzt erledigt – zumindest hinsichtlich dieser Entscheidung.

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2015 ist für Arbeitnehmer mit Blick auf die Feiertage insgesamt ein ungünstiges Jahr. Das berichtet unter anderen Spiegel Online. Im Vergleich zu 2014 fallen zwei der bundeseinheitlich neun Feiertage auf ein Wochenende, nämlich 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) und der 26. Dezember (zweiter Weihnachtsfeiertag). Außerdem bieten sich als echte Brückentage – zumindest bundesweit – nur direkt nach Neujahr der 2. Januar und nach Christi Himmelfahrt der 15. Mai an. Und auch in Bayern, wo es ja bekanntlich mehr christliche Feiertage gibt als in den meisten anderen Bundesländern, lässt die Weißwurst bekümmert die Zipfel hängen. Denn: Dort fallen fünf der bis zu 13 Feiertage auf ein Wochenende.

Spiegel Online rät: Wer mehrere Feiertage für einen längeren Urlaub nutzen möchte, sollte unbedingt den Mai wählen. Der Monat startet mit einem langen Wochenende am Tag der Arbeit (1. Mai), einem Freitag. Bereits 14 Tage später lässt sich über Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 14. Mai) mit einem Brückentag (15. Mai) ein Vier-Tage-Wochenende basteln. Das Pfingstfest folgt am 24. Mai (Pfingstsonntag) und 25. Mai (Pfingstmontag), ebenfalls ein Drei-Tage-Wochenende.

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