Das sog. Entsendegesetz verpflichtet Arbeitgeber im In- und Ausland, bestimmte Mindestlöhne zu zahlen sowie bestimmte Sozialstandards einzuhalten. Bislang gilt es nur für die Bauwirtschaft. Nun soll es auch für Arbeitnehmer im Bereich Gebäudereinigung Anwendung finden ? so lautet zumindest ein Beschluss des Bundeskabinetts von gestern.
Doch was soll man von gesetzlichen Mindestlöhnen halten? Sind sie nur ein weiterer Schritt in Richtung noch mehr Gesetze statt Deregulierung? Gar eine Aushöhlung der Tarifautonomie? Oder – ist dieses Gesetz ein sinnvoller Schutz gegen Billigarbeitskräfte aus dem Osten und der richtige Weg zur Sicherung von angemessenen Löhnen?
Was meinen Sie dazu?
Martin
Die Arbeit von Männern ist mehr wert als die von Frauen. So scheint es zumindest, wenn man sich die Gehaltsstatistiken ansieht. Darin steht immer noch: Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Warum ist das so? Bieten uns die Arbeitgeber nur geringere Löhne an? Sind wir ungeschickter in Gehaltsverhandlungen und knicken schneller ein als unsere männlichen Kollegen? Sind wir einfach nur genügsamer? Oder ist unsere Arbeit gar tatsächlich weniger wert?
Was halten Sie davon? Haben wir Frauen das verdient?
Ein lohnendes Thema, denn wie heißt es so schön: Geld regiert die Welt.
Conny
Eine Umfrage des Personaldienstleisters Randstad im Auftrag des Handelsblatts unter 304 Personalentscheidern hat folgendes ergeben:
Und wie ist es bei Euch? Wir gehören zu den 21,4 und zu den 34,5 Prozent.
Peter
Aus einer Langzeitstudie der Universität Hohenheim geht unter anderem hervor, dass der Produktivitätsverlust durch Fußball-Tratsch von Arbeitnehmern während der WM auf etwa 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geschätzt wird. Die Befragten hätten nach eigener Darstellung die Arbeit an jedem Tag während der WM im Durchschnitt rund 15 Minuten schleifen lassen, ohne dass diese Zeit in irgendeiner Form nachgeholt wurde. Diese ?Delle? im BIP wurde aber durch einen um 4,7 Milliarden Euro erhöhten Konsum ? insbesondere von Fan-Artikel und Getränken ? mehr als ausgeglichen.
(Nicht ganz ernst gemeinte) Anmerkungen ;o)
1. Das wäre eine Schlagzeile für die Bild-Zeitung ? Faule Arbeitnehmer versaufen Lohn im Deutschlandtrikot!
2. Dem Bruttoinlandsprodukt ist es egal, ob es durch Arbeit oder Trinken erhöht wird.
3. Dafür haben die Arbeitnehmer aber in der übrigen Zeit aber sicher gearbeitet wie die Weltmeister.
Peter
CDU-Generalsekretär Ronald Profalla hat sich dafür ausgesprochen, dass erwachsene Kinder verpflichtet werden sollen, für ihre arbeitslosen Eltern Unterhalt zu zahlen. Genannt wird so etwas schlicht “Verantwortungsgemeinschaft?. ?Angehörige sollen stärker für einander eintreten müssen?, so Profalla.
Ein solcher Zusammenhalt ist ja grundsätzlich auch in Ordnung. Aber dieses ?müssen? stört hier irgendwie. Was soll der Generation der heute knapp über 30-Jährigen eigentlich noch alles zugemutet werden? Für was sollen wir denn noch Geld zur Seite legen? Für unsere Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, arbeiten sollen wir bis 67 und jetzt müssen wir auch noch eine Versicherung abschließen für den Fall, dass unsere Eltern arbeitslos werden? Man bekommt schon ein wenig den Eindruck, dass jetzt (erwachsene) Kinder zur Sanierung der staatlichen Sozialsysteme herangezogen werden sollen.
Oder ist es so, dass es sich hier lediglich um einen gerechten Ausgleich handelt? Schließlich investieren Eltern ja auch jahrelang in ihre Kinder und unterstützen sie. Sollte es da nicht umgekehrt genauso sein, wenn doch die finanziellen Mittel bei den Kindern da sind? Was meint Ihr dazu?
Ines
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hält uns in Atem. Ursprünglich hätte es gestern am 1. August in Kraft treten sollen. Unser Präsident, Herr Köhler, hat es sich aber nochmals kurzfristig anders überlegt und will das Gesetz auf seine Verfassungsmäßigkeit hin überprüfen lassen. Bis Ende September soll das Gesetz aber “in jedem Fall” in Kraft sein, so das Justizministerium.
Eigentlich sollte das Gesetz und dem Namen “Antidiskriminierungsgesetz” ja schon im Sommer 2005 in Kraft treten aber die Mühlen der Gesetzgebung mahlen langsam.
Peter
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