Zwei Wochen ist das neue Jahr nun schon wieder alt. Zwei Wochen, in denen wir Zeit hatten, unsere neuen Vorsätze zu verwirklichen.
Wie sieht es damit bei Ihnen aus? Haben Sie Ihren guten Absichten schon Taten folgen lassen? Haben Sie vielleicht Ihren Konsum an Schokolade, Fruchtgummi und Co. drastisch reduziert oder gar eingestellt? So zu sagen die derzeitig warme Brise bereits für eine vorgezogene Frühjahrsdiät genutzt?
Oder waren Sie schon sportlich aktiv(er)? Leben Sie gesünder? Sind Sie pünktlicher oder ordentlicher geworden? Lachen Sie mehr und ärgern sich weniger?
Wer jetzt innerlich einmal genickt hat, der kann sich glücklich schätzen. Bei wem dagegen alles beim Alten blieb, der sei beruhigt. Denn meine guten Vorsätze haben auch noch nicht zu neuen Taten gefunden. Und wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid
Conny
Wussten Sie eigentlich, dass wir uns letztes Jahr im ?Jahr der Mobilität? der Arbeitnehmer befunden haben? Diesen Titel hat die Europäische Kommission dem Jahr 2006 gegeben, um die Durchlässigkeit der Arbeitsmärkte zu verbessern. Aber ob nun das Jahr 2006 vorbei ist oder nicht, an dem Anspruch der Arbeitgeber ändert sich nichts: Tatsächlich wird von Arbeitnehmern oft ganz selbstverständlich erwartet, dass sie für das Unternehmen bzw. für einen neuen Job immer und überallhin umziehen. Wer nicht zum Umzug bereit ist, gilt sogar als unmotiviert und unflexibel.
Angeblich hängt sogar der künftige Wohlstand Europas von der Fähigkeit der europäischen Arbeitnehmer ab, auf Veränderungen zu reagieren und sich ihnen anzupassen. Wer schon einmal den Arbeitsplatz gewechselt hat (berufliche Mobilität) oder in eine andere Region oder ein anderes Land umgezogen ist (örtliche Mobilität), dem fällt es in der Regel leichter, neue Kenntnisse zu erwerben und sich veränderten Arbeitsbedingungen anzupassen. Da in bestimmten Regionen oder Branchen Europas Fachkräftemangel besteht, in anderen aber freie Stellen fehlen, ist die Fähigkeit der Arbeitnehmer zur Weiterbildung und zur Anpassung an neue Anforderungen wichtiger denn je.
Natürlich ist die Mobilität nicht nur gut für die Wirtschaft, sondern auch gut für die Karriere und die Weiterentwicklung des Arbeitnehmers. Aber das Ganze hat auch seine Schattenseiten: Welche Folgen ein oder sogar mehrere Ortswechsel haben können, steht leider selten zur Diskussion. Tatsächlich bedeutet aber für die meisten Arbeitnehmer, die Heimat, sei es nun die Stadt oder sogar das Land, zu verlassen, eine große Herausforderung. Es hat sich gezeigt, dass sie vor allem mit praktischen Problemen wie Unterbringung, Sprache, Umgangsformen und Arbeitssuche für Partner und psychologischen Belastungen, die so ein Neuanfang mit sich bringen kann, zu kämpfen haben. Gibt es in Deutschland eigentlich so etwas wie Mobilitätsförderung, die dem Arbeitnehmer bei der ßberwindung dieser vielen Hürden helfen oder wird vom Arbeitnehmer einfach nur verlangt, dass er den Wechsel vornimmt, egal um welchen Preis?
Einen guten Start ins neue Jahr wünscht Ines
© 2004- 2009 | ifb - Institut zur Fortbildung von Betriebsräten KG – Powered by WordPress