Zur Zeit wird an vielen Stellen über Konsumgutscheine diskutiert. Jeder Bundesbürger bekommt 500,- €. Das Geld soll er dann schnell für Konsumgüter ausgeben und dadurch die deutsche Wirtschaft ankurbeln.
Das hört sich doch eigentlich gut an! 500,- € lässt man sich doch gerne vom Staat schenken.
Aber können solche Konsumgutscheine tatsächlich helfen den wirtschaftlichen Abschwung in Deutschland zu verhindern?
Viele Bürger würden tatsächlich das Geld rasch ausgeben und ihren Konsum erhöhen. Dies würde der gesamten Wirtschaft zugute kommen. Auch der Staat würde Dank höherer Mehrwertsteuereinnahmen von einer solchen Maßnahme profitieren.
Es besteht aber die Gefahr, dass es sich nur um eine kurzzeitige Aufschwungsphase handelt und eine positive Nachwirkung ausbleibt.
Hilfreicher wäre da eine längerfristige, spürbare Nettoentlastung der Steuerzahler.
Eine Senkung der Einkommenssteuer würde beispielsweise dazu führen, dass alle Arbeitnehmer mehr von ihrem Bruttogehalt übrig hätten und so dauerhaft mehr konsumieren könnten.
Dies wäre besser als ein kurzes Strohfeuer, das schnell wieder erlischt.
Thomas
Am letzten Freitag hat der Bundestag beschlossen den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung ab kommenden Januar von derzeit 3,3 Prozent auf 3,0 Prozent abzusenken. Zusätzlich wird der Beitragssatz befristet bis zum 30.06.2010 sogar auf 2,8 Prozent abgesenkt.
Im Jahr 2006 betrug der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung noch 6,5 Prozent. Damit wird der Beitragssatz zum nächsten Ersten mehr als halbiert.
Am Dienstag dieser Woche hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Kürzung der Entfernungspauschale („Pendlerpauschale“) für verfassungswidrig erklärt. Somit gilt die alte Pendlerpauschale von 0,30 € wieder ab dem ersten Kilometer und das sogar rückwirkend!
Bleibt zu hoffen, dass die Arbeitnehmer dadurch ein bisschen mehr netto in der Tasche haben.
Thomas
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