Was kann das nur bedeuten? Hat den jemand aus Versehen dort stehen lassen? Oder ist das vielleicht eine, nein, das kann doch nicht sein, oder? Ist das etwa eine ANSPIELUNG? Ich glaub, ich spinne.
Seien Sie sich sicher! Wenn am Morgen plötzlich so ein Ding vor Ihnen steht, kommentarlos, dann ist das definitiv mindestens eine Anspielung. Und zwar 100 Prozent darauf, dass Ihr Körpergeruch zwischenzeitlich aber dauerhaft ein von Dritten tolerierbares Level überschritten haben könnte. Manche Kollegen wissen sich dann nicht mehr anders zu helfen. Nur: Ist das eine gute Vorgehensweise?
Rüdiger Klepsch arbeitet als Managementberater in Hamburg und hat für Spiegel Online ein paar Tipps zusammengestellt, wie man sich richtig verhält, wenn der Kollege oder die Kollegin unerträglich nach Schweiß müffelt. Was gar nicht geht sind: (weiterlesen …)
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, CDU, hat Wort gehalten: Im Frühjahr stellte er ein Eckpunktepapier (pdf-Datei, 40 kb) zum geplanten Gesetz für den Beschäftigtendatenschutz vor. Dabei versprach er einen Gesetzentwurf bis zur Sommerpause. Nun ist dieser erste Referentenentwurf online:
Entwurf des Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes (pdf-Datei, 4,4 MB)
Noch mal eine kurze Übersicht zur Erinnerung: Ziel des Gesetzes ist die Schaffung von mehr Rechtssicherheit im Bereich des Datenschutzes am Arbeitsplatz. Besonders geregelt werden dabei diese Bereiche:
Eine britische Umfrage hat an´s Licht gebracht, dass 20 Prozent der Arbeitnehmer ihre Kollegen bzw. einige davon hassen und hinter ihrem Rücken heftig über sie lästern. Dass nicht jeder jeden mag, ist nicht verwunderlich. Aber dass gerade im Arbeitsalltag jeder fünfte Arbeitnehmer Hassgefühle gegenüber seinen Mitarbeitern hegt, ist beängstigend.
Laut der Studie sollen die weiblichen Kollegen besonders lästerfreudig sein: 20 Minuten der täglichen Arbeitszeit würden für Lästereien verschwendet.
Für das Betriebsklima ist das natürlich nicht besonders förderlich. Meinungsverschiedenheiten gehören jedoch zum Arbeitsalltag genauso dazu wie zum Privatleben. Eine offene Aussprache (weiterlesen …)
Wie macht man als Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung? Vielleicht so: Sich mit dem Arbeitgeber treffen,erst mal reden und sich auseinandersetzen, dann etwas streiten, irgendwann Kompromisse treffen und schließlich das alles zusammenschreiben damit es unterschrieben werden kann. Ja? Oder so ähnlich? Mal ehrlich: Haben Sie als Betriebsrat eigentlich einen Plan, wenn eine Betriebsvereinbarung ansteht? Gehen Sie dabei strategisch vorbei? Haben Sie überhaupt schon mal an einer Betriebsvereinbarung mitgearbeitet?
Die Erstellung von Betriebsvereinbarungen ist ein weites Feld und reicht von “Hilfe, wie machen wir das nur?” bis zum eigenen BR-Team, das seit Jahren im Einsatz ist und alle Tricks und Kniffe bei der Erstellung kennt, dabei kommunikativ bestens geschult und natürlich verhandlungssicher ist, und zum Teil dermaßen hochspezielle Themen regelt, wo so mancher Jurist wahrscheinlich inhaltlich aussteigen würde. Nur: Die meisten Betriebsräte befinden sich irgendwo dazwischen und freuen sich im Allgemeinen über Hilfestellungen jeglicher Art.
Hier ist eine: (weiterlesen …)
Wer kennt sie nicht, die folgende Klausel im Arbeitsvertrag?:
„Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die Höhe seines Gehalts vertraulich zu behandeln und im Interesse des Betriebsfriedens nicht mit Kollegen darüber zu sprechen.“
Ein Arbeitnehmer, der trotzdem mit seinen Kollegen über die Höhe seines Gehalts gesprochen hatte, wurde abgemahnt. Er verlangte die Entfernung dieser Abmahnung aus seiner Personalakte. Der Arbeitgeber weigerte sich, weil er wegen der Gehaltsgespräche den Betriebsfrieden gefährdet sieht. Genau deshalb habe er ja die obige Klausel in den Arbeitsvertrag aufgenommen und so die Meinungsfreiheit seiner Mitarbeiter eingeschränkt.
Irrtum! Die Verbotsklausel ist rechtswidrig und damit nichtig (weiterlesen …)
Das Gezeter, das die FDP zuletzt veranstaltet hat, ist vorbei! Somit ist der Weg für den Pflege-Mindestlohn endlich frei. Nachdem sich die sog. Pflegekommission bereits im März auf eine Empfehlung zum Erlass eines Mindestlohns für die etwa 800.000 Beschäftigten in der Alten- und ambulanten Krankenpflege geeinigt hatte, legte sich die FDP zuletzt noch in Gestalt ihres Bundeswirtschaftsministers Rainer Brüderle quer. Entgegen früheren Äußerungen wollte die Partei dem Mindestlohn nur befristet bis 2011 zustimmen. Dies stieß auf einiges Stirnrunzeln beim Koalitionspartner CDU und auf scharfe Kritik bei der Opposition von Bündnis 90/Die Grünen.
Nun hat das Bundeskabinett endgültig grünes Licht für den Pflege-Mindestlohn gegeben, das Bundesarbeitsministerium kann diesen somit für allgemeinverbindlich erklären lassen. Damit wird es spätestens ab 01. August 2010 Mindestlöhne geben. Die Laufzeit wurde auf Drängen der FDP bis 2014 befristet. Ist aber keine große Sache, da (weiterlesen …)
Die IG Metall hat ein Memorandum zur Leiharbeit veröffentlicht. Auf elf Seiten wird mit Hilfe von Zahlen, Fakten und Grafiken über die Hintergründe der umstrittenen Arbeitsform informiert. Betriebsräten werden darüberhinaus eine ganze Reihe von Argumenten an die Hand gegeben, wenn es darum geht, Leiharbeit im Betrieb zu verhindern. IG Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard: “Auszubildende übernehmen, zuvor Entlassene wieder fest einstellen, den Tarifvertrag Personaltausch als Alternative nutzen – das alles ist besser, als wieder auf Leiharbeit zu setzen. Betriebsräte haben jetzt starke Argumente, um Leiharbeit im Betrieb zu verhindern oder zu begrenzen.”
Dazu passt die Meldung, dass Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sog. Lohndrückerei durch den Missbrauch von Zeitarbeit (weiterlesen …)
Auf dem 19. Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB in Berlin wurde der Vorstand neu gewählt. Das Ergebnis in Zahlen:
Michael Sommer bleibt weiterhin DGB-Vorsitzender.
Soviel zu den Fakten. Die Süddeutsche Zeitung kommentiert die Wahl in ihrer Druckausgabe unter dem Titel “Lahme Enten des DGB”: Michael Sommer habe sich durch ein geändertes Amtsverständnis seit der vergangenen Wahl rehabilitiert. Vor vier Jahren erhielt er nur 78 Prozent der Stimmen. Eine Steigerung auf nun 94 Prozent Zustimmung spricht deutlich für ihn. Bei Frau Sehrbrock und Herrn Matecki handele es sich dagegen um die “lahmen Enten” des DGB. Schon vor vier Jahren erzielten beide “mickrige” Ergebnisse und hätten seitdem (weiterlesen …)
Der gesetzliche Wahlzeitraum für die regulären Betriebsratswahlen nähert sich langsam seinem Ende. Viele Betriebsratsmitglieder und Wahlvorstände haben in den vergangenen Monaten spezielle Schulungen besucht, um sich mit den komplizierten Wahlvorschriften vertraut zu machen. Nun die Überraschung: Auch Chefs besuchen BR-Wahl-Seminare! Mit der Durchführung der Wahl haben sie bekanntermaßen nichts zu schaffen, aber findige Arbeitsrechtsspezialisten wie etwa der Verlag Dashöfer haben ein neues Geschäftsfeld entdeckt: In speziellen Arbeitgeberseminaren wird darüber informiert, welcher (weiterlesen …)
Eigentlich kann es keiner ausstehen, aber irgendwann kommt jeder mal in die Situation, wo er meint, ohne Chefgeschleime nicht mehr weiterzukommen. Kann Schleimen deshalb unter Umständen sogar legitim sein?
Diese und ähnliche schmerzhaften Fragen beantwortet Psychologe Albert J. Bernstein in seinem Buch “Bin ich der einzige Normale hier?“. Mit 101 Tipps will er dem gemeinen Arbeitnehmer dabei behilflich sein, den täglichen Bürowahnsinn einigermaßen gut zu überstehen. Bei sueddeutsche.de gibt es ein paar Auszüge aus dem Buch.
Peter
© 2012 | ifb - Institut zur Fortbildung von Betriebsräten KG – Powered by WordPress