Letzte Woche berichteten wir über die peinliche Datenpanne, die sich beim Drogeriediscounter Schlecker ereignet hat. Teile der Kundendatenbank waren für jedermann frei im Internet zugänglich, etwa 150.000 komplette Datensätze sollen betroffen gewesen sein. Über sieben Millionen Newsletter-Abonnenten konnten angeblich öffentlich eingesehen werden. Nun hat sich die Firma bei den Kunden dafür entschuldigt und möchte Wiedergutmachung leisten. Per E-Mail habe man jedem Betroffenen pauschal fünf Euro angeboten, als Einkaufsgutschein wohlgemerkt. Damit das Geld auch schön im Laden bleibt. Immerhin hat man sich überhaupt entschuldigt, was nicht zu erwarten war. Die Firma behauptet übrigens, Opfer (weiterlesen …)
Die Ferienzeit neigt sich dem Ende entgegen und viele Urlauber sind gut erholt wieder zu Hause. Den ein oder anderen Pechvogel hat es aber leider doch erwischt: Krank im Urlaub und zwar so richtig! Wenn nichts mehr nützt, heißt es, den ortsansässigen Arzt aufzusuchen. Der soll das Wohlbefinden wiederherstellen und außerdem den Lohn für die Tage retten, die man auch nach dem Urlaub nicht arbeiten kann. Denn: Nach dem Gesetz hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Einer der wichtigsten Voraussetzungen hierfür ist, dass der Arbeitnehmer das Kranksein anhand einer ärztlichen Bescheinigung nachweist. Aber reicht dafür eigentlich auch ein ausländisches Attest?
In einem Fall, der dem LAG Rheinland Pfalz zur Entscheidung vorlag, war ein ausländischer Urlauber in seine Heimat gereist und nach Ablauf des Urlaubs nicht wieder zur Arbeit erschienen. Als er wieder auftauchte, (weiterlesen …)
Die Deutsche Post will bei der Zustellung sparen: Aus Kostengründen prüft der Konzern eine vollständige Auslagerung der Paketlieferung an preiswertere Unternehmen, berichtet die FAZ. Damit könnten zwar bis zu 140 Millionen Euro im Jahr gespart werden – aber auch bis zu 8000 Arbeitsplätze wegfallen.
Bereits in der vergangenen Tarifrunde hatte die Post eine Ausweitung der Fremdvergabe durchgesetzt. Bis Ende 2011 kann sie in rund tausend Bezirken Partnerfirmen mit der Paketzustellung beauftragen, Tendenz in den Jahren darauf steigend. Die Angst der Mitarbeiter im Zustellservice ist groß, (weiterlesen …)
Bei der Drogeriemarktkette Schlecker hat es eine Datenpanne gegeben, berichtet heute die Bild-Zeitung. Teile der Kundendatenbank waren bis gestern öffentlich übers Internet von jedem Computer aus zugänglich. Abrufbar waren 150 000 Datensätze von Schlecker-Online-Kunden mit Vor- und Nachname, Adresse, Geschlecht, E-Mail-Adresse sowie zusätzlich 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden der Drogeriefirma. Aber damit noch nicht genug: (weiterlesen …)
Gerade hat sich das Bundeskabinett auf einen strikten Arbeitnehmer-Datenschutz geeinigt, da laufen die Arbeitgeber schon Sturm!
Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt wirft der Regierung vor, dass die Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes die Kriminalitätsbekämpfung in den Betrieben behindere.
Die Arbeitgeber-Vertreter setzen sich daher weiter für eine verdeckte Videoüberwachung ein. Denn eine konsequente Bekämpfung von Diebstählen sei im Interesse aller Mitarbeiter. Datenschutz darf kein Täterschutz sein, so (weiterlesen …)
Rund 2.000 frische und unberührte Seminartermine wurden soeben auf unsere Homepage hochgeladen. Alle bisherigen, aber auch viele neue Themen für Betriebsräte und andere betriebliche Interessenvertreter sind jetzt mit vielen Zusatzinfos für den Zeitraum ab sofort bis Dezember 2011 online abrufbar. Unsere “Live-Ampeln“, die den Verfügbarkeits-Status (rot-gelb-grün) einzelner Termine anzeigen, sind alle noch auf grün geschaltet. Vor allem bei den Grundlagenseminaren ändert sich das erfahrungsgemäß recht flott. Wieder mal Vorteil Online – denn unser gedruckter Katalog wird erst in der letzten September-Woche ausgeliefert. Wir empfehlen deshalb: Am besten gleich mal schauen und sich einen Wunschtermin unverbindlich reservieren lassen (geht natürlich auch online). Denn der frühe Vogel … nein, ich lass den Spruch, ich kann ihn nicht mehr hören.
Ach ja, so sieht er übrigens aus, der Umschlag des neuen ifb-Gesamtprogramms für 2011 (Veröffentlichung am 24.09.2010):
Link zu den ifb-Seminarterminen
Peter
Der VfL Wolfsburg schloss als – nach eigenen Angaben – erster Bundesligist eine Betriebsvereinbarung für seine 95 Voll- und Teilzeit-Beschäftigten der VfL-Geschäftsstelle ab. Unter anderem wurden wie in Tarifverträgen Vergütungsgruppen geschaffen. Eine weitreichende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist ebenso Bestandteil wie die geregelte Bezahlung von anfallenden Überstunden und die Zahlung eines leistungsabhängigen Bonus.
Die Arbeitgeberseite zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. In „guten Gesprächen“ konnte ein vernünftiger Kompromiss gefunden werden, der dem Erstligisten die nötige Flexibilität erhält, die er „als Fußballverein mit seinen vielen Besonderheiten aufgrund des Spielbetriebs und den arbeitszeitlichen Lastspitzen“ benötigt, so VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann.
„Wir haben hier ein Stück Geschichte, auch Bundesliga-Geschichte, geschrieben“ schwärmt Betriebsratsmitglied Mario Kurznack-Bodner. Denn: (weiterlesen …)
Die massive Kritik am Textildiscounter KiK zeigt langsam Wirkung. Nachdem vor Kurzem eine aufsehenerregende Reportage in der ARD ausgestrahlt wurde, wo man sehen konnte, wie KiK-Mitarbeiter in Deutschland ausgebeutet werden, aber auch zu welch skandallösen Bedingungen die Firma die Waren in Fernost produzieren lässt, bewegt sich das Unternehmen nun zumindest ein klein wenig. Scheinbar wurde der Druck dann doch etwas zu groß. Möglich, dass auch der Umsatz zurückgegangen ist, denn erfreulicherweise sind offenbar immer mehr Verbraucher bereit, diesen Firmen durch eine Abstimmung mit den Füßen klarzumachen, was sie von dem Ganzen halten. Zumindest diejenigen, die sich das leisten können.
KiK will nun einen Mindestlohn einführen: Ab Oktober soll jeder Beschäftigte, also auch Aushilfen, mindestens 7,50 Euro die Stunde erhalten. Ein Betrag, der fast schon sensationell (weiterlesen …)
Nach der Flaute der vergangenen Monate ist die Wirtschaft in Deutschland wieder richtig in Schwung gekommen. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) spricht von einem „Aufschwung XL“. Ökonomen reden bereits von einem „kleinen Wirtschaftswunder“ und erwarten, dass Deutschland zum Wachstumsmotor Europas wird, berichtet die Welt.
Das Positive für die Arbeitnehmer: Nach Meinung der Volkswirte ergeben sich Dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt endlich Spielräume, um die Löhne deutlich (weiterlesen …)
Manches geht dann wohl doch nicht: Im sog. Sparpaket der Bundesregierung war vorgesehen, das Elterngeld für Hartz IV-Empfänger abzuschaffen. Seit einiger Zeit wird deswegen darüber diskutiert und gestritten. Nun trat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder auf den Plan und stoppte das Ansinnen. Na ja, sie stoppte es zumindest teilweise. Was manche nicht wissen: Als Hartz IV-Empfänger muss man nicht automatisch auch arbeitslos sein. So gab es im Jahr 2009 etwa 1.325.000 (!) beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen so geringen Lohn erhalten, dass sie gezwungen waren, sog. Aufstockerleistungen im Rahmen von Hartz IV in Anspruch zu nehmen. Diese Gruppe will Frau Schröder nun aus dem Sparpaket herausnehmen. Der Bild am Sonntag sagte sie: “Wer vor der Geburt seines Kindes einen Teil seines Einkommens selbst erarbeitet hat, muss dafür auch Elterngeld erhalten. Wir dürfen nicht die Väter und Mütter bestrafen, die nicht von Hartz IV leben wollen, deshalb jeden Tag arbeiten gehen, aber insgesamt zu wenig verdienen.”
Nein, Frau Schröder, denn das wäre dann ja auch irgendwie doppelt. Im Grunde sagen Sie es selbst: Erst wird man bestraft von (weiterlesen …)
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