Fachtagung AuG 2012

Kritzeln schützt vor Nickerchen in langweiligen Meetings

Freitag, 29. Oktober 2010 von Ines

Gehören Sie auch zu den Menschen, die während eines Telefonats oder während einer Besprechung gedankenverloren Strichmännchen, Blumen oder sonst was malen? Dann sind Sie nicht etwa ein gelangweilter und desinteressierter Mitarbeiter, sondern – im Gegenteil – ein besonders aufmerksamer Zuhörer. Das haben britische Forscher an der Universität im südwestenglischen Plymouth herausgefunden. Kritzler können sich später besser an Einzelheiten erinnern, als diejenigen, die ausschließlich zuhören. Der Grund: Durch die motorische Aktivität wird das Gehirn an den Stellen besser durchblutet, die für Aufnahme und das Verarbeiten von Informationen wichtig sind.

Einfache Tätigkeiten wie das Kritzeln auf Papier können im Alltag sehr nützlich sein, meint Studienleiterin Jackie Andrade laut n-tv. (weiterlesen …)

Männer – das vernachlässigte Geschlecht

Freitag, 29. Oktober 2010 von Thomas

Gestern wurde in Berlin der erste „Deutsche Männergesundheitsbericht“ vorgestellt. Das Ergebnis: Männer sind das vernachlässigte Geschlecht! Ihre Lebenserwartung liegt rund fünfeinhalb Jahre unter der von Frauen, ihre psychischen Erkrankungen bleiben oft unerkannt und ihre Selbstmordrate liegt deutlich höher als beim weiblichen Geschlecht.

Ein Grund für die unerkannten psychischen Erkrankungen liegt laut der Sozialwissenschaftlerin Anne Maria Möller-Leimkühler darin, dass Männer aus Angst vor einer Stigmatisierung keine Hilfe in Anspruch nehmen. Resultate sind dann oft Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie Gewaltausbrüche.

Auch die Arbeitswelt belastet die Männergesundheit. Dies liegt zum Teil daran, dass Männer häufiger (weiterlesen …)

Alle Arbeitslosen vom Jobwunder verschluckt?

Donnerstag, 28. Oktober 2010 von Peter

Die Regierung jubelt: Das erste Mal seit soundsoviel Jahren sei die Arbeitslosenzahl unter drei Millionen gesunken. Gut gemacht möchte man da sagen, ein Gruß geht an die dortige Public Relation-Abteilung, die macht ihren Job prima. So posaunt Kult-Mutti Ursula von der Leyen, amtierende Arbeitsministerin, die Nachricht öffentlichkeitswirksam zum einjährigen Koalitionsgeburtstag entgegen jahrzehntelangen Abmachungen, dass nämlich eigentlich die Bundesagentur für Arbeit  ihre Zahlen selbst verkündet, in die Medienlandschaft, um sofort von einigen der wichtigsten Meinungsmachern im Lande beklatscht zu werden (“beste Nachricht seit Jahren“).

Wo aber sind sie hin, die Arbeitslosen? Alle in Lohn und Brot? Schön wär’s! Bereits im März 2008 haben wir im Betriebsrat Blog beschrieben, wie unglaublich dreist bei der (weiterlesen …)

Elterngeld gestrichen: Regierung schmeißt Reiche und Hartz-IV-Empfänger in einen Topf

Donnerstag, 28. Oktober 2010 von Ines

Die schwarz-gelbe Koalition will das Elterngeld für Reiche streichen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Wer ein jährliches Einkommen von mehr als 250 000 Euro hat und entsprechende Reichensteuer zahlt, wird die Zulage nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses demnächst nicht mehr bekommen. Nach Schätzungen des Familienministeriums betrifft das aber lediglich 2200 Eltern. Hier wird der Staat insgesamt 3,8 Millionen Euro im Jahr sparen. Das sei „minimal“, so die Süddeutsche.

Damit sich die Sparmaßnahme dennoch lohnt, geht die Regierung noch anderen an den Kragen: Im Zusammenhang mit dem geplanten Sparpaket taucht die Meldung auf, dass auch Langzeitarbeitslose kein Elterngeld mehr erhalten sollen. (weiterlesen …)

Anhebung der Wochenarbeitszeiten?

Mittwoch, 27. Oktober 2010 von Ines

Der zunehmende Fachkräftemangel bringt schlechte Nachrichten: Laut einer Meldung der dpa rechnen Wirtschaftsexperten damit, dass die Wochenarbeitszeit in den nächsten Jahren ansteigen wird. „37,5- oder 38-Stunden-Wochen sind in jedem Fall vorbei“, so der Präsident des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus Zimmermann in der “Bild“. Auf bis zu 45 Wochenstunden könnte die Arbeitszeit nach Meinung der Experten steigen, um den drohenden Fachkräftemangel aufzufangen. Laut Gesetz sei es möglich, wöchentlich sogar bis zu 48 Stunden zu arbeiten. (weiterlesen …)

Rauchen, saufen, kiffen: So retten wir den Staat!

Mittwoch, 27. Oktober 2010 von Peter

Die Raucher machen es vor! Man könnte als Bürger dem Staat aber auch anderweitig unter die Arme greifen, etwa beim Genuss von Alkohol oder von Marihuana (letzteres illegal). In Kürze soll bekanntlich die Tabaksteuer erhöht werden, weil die Koalition “energieintensive” Betriebe bei der Ökosteuer entlasten will. Wieder mal hat sich eine Lobbygruppe durchsetzen können, so die Financial Times Deutschland.

Und weil dieses System so gut funktioniert, will die FDP nachlegen: Die neueste Kuriosität ist der Vorschlag einer neuen (weiterlesen …)

Abgehängt: Jüngere Menschen haben nur wenig vom Aufschwung

Dienstag, 26. Oktober 2010 von Peter

Hurra, der Aufschwung ist da! Überall kriegt man das gerade um die Ohren gehauen, so dass einem schon ganz schwindlig wird. Die deutsche Wirtschaft boomt und brummt also wie verrückt und die Medien überschlagen sich vor Begeisterung. Aber nicht alles ist so toll: Mal abgesehen davon, dass es bei etwas zurückhaltender Betrachtung gar nicht so wunderlich erscheint, dass die wirtschaftliche Leistung jetzt gerade stärker als üblich steigt, schließlich ist sie wegen der globalen Wirtschaftskrise vorher auch stärker als sonst gesunken (“Jo-Jo”-Effekt“).  Und scheinbar kommt dieser “XL-Aufschwung“, wenn überhaupt, vor allem bei älteren Arbeitnehmern an. An jüngeren gehe er glatt vorbei, so die IG Metall. Dies sei das Ergebnis einer Studie von TNS Infratest, die von der Gewerkschaft in Auftrag gegeben wurde. Das Institut sollte erforschen, welche Entwicklungen die berufliche Situation jüngerer Menschen aktuell bestimmen. Die Umfrage fand vor wenigen Wochen im September statt. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd: Je jünger, desto (weiterlesen …)

Arbeitgeber muss nicht in den Knast!

Montag, 25. Oktober 2010 von Thomas

An eine Betriebsvereinbarung muss man sich halten und zwar sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite.

Was kann aber ein Betriebsrat unternehmen, wenn sein Arbeitgeber trotz Ermahnungen immer wieder gegen eine bestimmte Betriebsvereinbarung verstößt? Kann er beantragen, dass der Arbeitgeber dann eine Geldstrafe bezahlen muss oder dass er für ein paar Wochen eingesperrt wird? (weiterlesen …)

Anhebung des Rentenalters europaweit

Montag, 25. Oktober 2010 von Ines

Trotz scharfer Proteste gegen die französische Rentenreform hat der Senat am vergangenen Freitag (22. Oktober) das wichtigste Gesetzesvorhaben von Präsident Sarkozy gebilligt: Die Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre. Das berichtet unter anderen die Süddeutsche Zeitung. In mehreren Städten kam es in den Tagen vorher noch  zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten. Streiks im Schienen- und Flugverkehr führten zu langen Wartezeiten, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Die Gewerkschaften kündigten bereits weitere Maßnahmen an. Sarkozy hält die Reform für unerlässlich, um die Rentenkassen zu sanieren und Frankreichs Kreditwürdigkeit zu wahren.

Die Anhebung des Rentenalters ist übrigens nicht nur bei uns und in Frankreich, sondern in halb Europa Thema: Auch in (weiterlesen …)

Frühling im Herbst: Kommt jetzt der neue Mindestlohn?

Montag, 25. Oktober 2010 von Peter

Kann das sein: Tauwetter beim Mindestlohn? Klimatisch befindet sich dieses Thema bei CDU/CSU und FDP irgendwo zwischen Sibirien und Polarregion und dort ist es um diese Jahreszeit schon recht frostig. Vor allem die FDP stemmt sich bislang massiv gegen die Einführung neuer Spartenmindestlöhne, von einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ganz zu Schweigen. Jetzt aber fängt das Eis zu schmelzen an, ein trickreiches Politik-Geschacher scheint eingesetzt zu haben. Frühling beim Mindestlohn im Herbst? Was ist da los? Bundesarbeitsministerin (“Kult-Mutti“) Ursula von der Leyen muss bis Ende 2010 die Hartz IV-Reform unter Dach und Fach haben. Das hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil im Frühjahr bestimmt. Ihr akutes Problem: (weiterlesen …)

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