Fast ein halbes Jahr nach seinem Verschwinden ist der Fall des 10-jährigen Mirco aus Grefrath nun aufgeklärt. Er wurde ermordet, weil der Täter wegen seiner Arbeit “gestresst” gewesen war. Das Thema “Psychische Belastungen am Arbeitsplatz“ hat hier einen mehr als traurigen und beschämenden Höhepunkt erreicht.
Wie der Chefermittler der SoKo Mirco Ingo Thiel Ende letzte Woche der Presse mitteilte, wurde der Junge zufällig zum Opfer eines Mannes, der seinen extremen Frust über Ärger in der Arbeit abreagieren wollte. Er habe Stress mit seinem Chef gehabt, der ihn wegen einer Sache „zusammengefaltet“ habe. Im Anschluss an das Gespräch sei der 45-jährige Familienvater (weiterlesen …)
Dieses Urteil wird vielen schwangeren Arbeitnehmerinnen weitere Hoffnung geben! In Zukunft dürfte es deutlich einfacher sein, eine Diskriminierung wegen Schwangerschaft nachzuweisen. Der Fall ist aufsehenerregend: Einer aufstrebenden Abteilungsleiterin wurde immer wieder zu verstehen gegeben, dass sie die Nachfolgerin ihres Chefs werden würde. So hat sie ihn zum Beispiel über einen langen Zeitraum regelmäßig vertreten. Als die Nachfolgefrage dann aber akut wurde, war die Frau “in anderen Umständen”. Was nun passierte, ist leicht vorstellbar: Sie bekam die Stelle auf einmal nicht mehr und wurde bei der Beförderung übergangen. Der Grund habe nichts mit der Schwangerschaft zu tun. Sie solle nicht traurig sein, und sich lieber auf ihr Kind freuen.
Die Kollegin war aber traurig und zwar so sehr, dass sie eine Klage wegen Diskrimierung erhob und zu einem langen Marsch durch die arbeitsgerichtlichen Instanzen aufbrach. Dieser dauert nun schon über fünf Jahre und hat es wirklich in sich! Vor dem Arbeitsgericht gewonnen, dann (weiterlesen …)
Knapp acht Millionen Zuschauer, ein Marktanteil von über 50 Prozent – nein Unterschichten-Fernsehen ist das nicht, was RTL gerade jeden Abend um 22:15 Uhr live aus dem australischen Dschungel zeigt!
Zwar haben viele Vorurteile gegen „Ich bin ein Star, holt mich hier raus,“ aber beim genaueren Hinsehen lässt sich doch Interessantes beobachten: Grüppchenbildungen, Zickereien, Enttäuschungen, Lügen, Intrigen, Liebe, Hass, Verrat, Lästereien, Mobbing in Reinkultur und vieles mehr. Genau die Themen, die im Leben und auch im Berufsalltag vorkommen können.
Da ist zum Beispiel (weiterlesen …)
Betriebssport ist wieder in, so berichtet ein Artikel in Zeit online. Gut so, denn die Quote der Arbeitnehmer, die eine körperliche Tätigkeit verrichten, liegt in Deutschland gerade mal bei 10 %, der Rest arbeitet mehrheitlich im Sitzen. Kein Wunder also, dass Rückenschmerzen und Verspannungen oft zum Arbeitsalltag gehören wie die Mittagspause und der Urlaub. Da viele von uns ja nun auch länger fit bleiben müssen (Stichwort: Verlängerung der Lebensarbeitszeit), liegt es nicht nur im Interesse der Arbeitnehmer selbst, sondern auch der Arbeitgeber, dass die Angestellten möglichst lange gesund und leistungsfähig sind. Also auf zum Yoga, zur Aqua-Gymnastik, Nordic Walking oder zum Stepptanz – Fitnesstrainer und Gesundheitsberater bieten alle möglichen Arten von Betriebssport an. Und der hat Untersuchungen zufolge jede Menge positiver Auswirkungen: (weiterlesen …)
Die Arbeiterwohlfahrt München (Awo) hat bis heute insgesamt mehr als 100 Arbeitnehmer aus ihrer Gesellschaft in einen Verein sowie in eine GmbH ausgegliedert. Ziel ist es, zu verhindern, dass mehr Betriebsräte freigestellt werden müssen. Das berichtet aktuell die Süddeutsche Zeitung. Durch diese Umstrukturierung wird die Grenze von 1500 Mitarbeitern nicht überschritten, ab der ein weiterer Betriebsrat freigestellt werden könnte.
Es geht ums Geld! Ein freigestellter Betriebsrat kostet das Unternehmen 50.000 bis 60.000 Euro im Jahr, so Awo-Chef Jürgen Salzhuber in der Süddeutschen. Laut seiner Berechnung wären das bei vier freigestellten Betriebsräten in zehn Jahren zwei neue Pflegeheime. Aber nicht nur die finanzielle Belastung an sich beanstandet er, sondern auch (weiterlesen …)
Das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ will Benachteiligungen verhindern bzw. beseitigen, § 1 AGG. Vor allem Arbeitnehmer und Stellenbewerber kommen in den Genuss des AGG-Schutzes: Denn gerade in der Arbeitswelt soll kein Platz für Willkür und Diskriminierung sein.
Wie jede andere Sache hat aber auch das AGG seine Grenzen. Geschützt wird nämlich nur vor den im Gesetz genannten Gründen. So musste schon eine ostdeutsche Bewerberin die schmerzhafte Erfahrung machen, dass (weiterlesen …)
In Sachen Frauenquote in den Vorständen der deutschen Top-Unternehmen tut sich nicht viel. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zieht daher jetzt eine gesetzliche Regelung über einen Mindestanteil von Frauen in Führungspositionen in Erwägung. Nach dem Motto: Geredet wurde über das Thema genug, jetzt müssen Taten folgen. Denn: Ohne verbindliche Regelungen wird sich die Situation wohl niemals ändern.
So denkt unter anderen das Deutsche Institut der Wirtschaft (DIW), das eine aktuelle Studie zum Thema veröffentlicht hat. Daraus geht hervor, dass lediglich 2,5 Prozent aller Vorstandsmitglieder der 200 größten Unternehmen Frauen sind. Das sind 21 von 833 Vorstandsposten. Da haben sich doch Deutschlands Vorstandsetagen die Bezeichnung „Männerclub“ vom DIW wahrlich verdient. Doch woher kommt eigentlich diese außerordentliche Überlegenheit von Männern in Führungspositionen? (weiterlesen …)
Wie auf einem Basar fühlte sich FDP-Generalsekretär Christian Lindner angesichts der derzeitigen Verhandlungssituation im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform. Ganz unrecht hat er dabei nicht. Es sind schon eine Menge Programmpunkte, die da gerade in verschiedenen Paketen miteinander verschnürt werden sollen: Regelsätze, Bildungsleistungen für Kinder, Mindestlohn, Leiharbeit. Wie kann das alles letzlich vernünftig zusammengepackt werden, bedenkt man die zum Teil kontroversen Standpunkte der beteiligten Parteien?
Zum wiederholten Male trafen sich gestern abend die Mitglieder des Vermittlungsausschusses. Über sechs Stunden wurde verhandelt, wobei “gestritten” vermutlich zutreffender sein dürfte. In den anschließenden Stellungnahmen der Politiker hörte sich dann wie immer alles recht wohlfeil an. Die Verhandlungsführerin der Bundesregierung, Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), sprach von einem „gemeinsamen großen Schritt”, den man gemacht habe. Wir wissen Bescheid: Redet sie so, dann geht es mit Sicherheit um ihr absolutes Lieblingsthema, (weiterlesen …)
Beim Geld hört der Spaß auf – beim Urlaub übrigens auch!
Das beweist das druckfrische Urteil des LAG Düsseldorf vom 18.01.2011 (Aktenzeichen: 8 Sa 1274/10). Eine 24-jährige Kassiererin klagte, weil ihr laut dem einschlägigen Manteltarifvertrag für den Einzelhandel in NRW „nur“ 34 Urlaubstage zustehen, ältere Kollegen hingegen in den Genuss von 36 Urlaubstagen kommen. Eine offensichtliche (weiterlesen …)
Deutschland soll, um in der Dauer- Problematik „Fachkräftemangel“ einen Schritt weiter zu kommen, mehr Frauen zur Arbeit schicken. Und nicht nur das! Also nicht nur „mehr Frauen zur Arbeit“, sondern auch „Frauen zu mehr Arbeit“. Im Klartext: Weibliche Teilzeitkräfte sollen verstärkt zu Vollzeitkräften „upgegradet“ werden.
Diese Idee stammt aus dem 10-Punkte-Plan, den die Bundesagentur für Arbeit (BA) gegen den drohenden Fachkräftemangel in Deutschland vorgelegt hat. Vor allem durch eine verbesserte Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik sollen sich bis zum Jahr 2025 mehrere Millionen zusätzliche Arbeitskräfte gewinnen lassen, berichtet die FAZ. Im besten Fall könnten laut Studie, die dem 10-Punkte-Plan der BA zugrunde liegt, allein durch die stärkere Integration von Frauen in die Erwerbstätigkeit rund 3 Millionen Vollzeitarbeitskräfte gewonnen werden. Denn: Nach Meinung von Experten sind Frauen schlummernde Potenziale, die nicht ignoriert werden dürfen. (weiterlesen …)
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