Gestern haben die Medien verbreitet, dass über zehn Krankenkassen in Deutschland ab sofort Zusatzbeiträge von knapp 100,- € im Jahr von Ihren Versicherten erheben werden. Diese Belastung trifft natürlich in erster Linie einmal wieder die Arbeitnehmer!

Es ist ja nicht so, dass man sich seine Gesundheit nicht auch was kosten lassen sollte, denn sie ist mit das Wichtigste im Leben! Wie heißt es doch so schön: „Ein gesunder Mensch hat viele Wünsche, ein Kranker nur einen.“

Aber was im deutschen Gesundheitssystem abläuft ist einfach nur noch ärgerlich. Da zahlt man als Arbeitnehmer schon monatlich einen riesigen Batzen Krankenkassenbeitrag (Arbeitnehmeranteil: 7,9% vom Bruttolohn) sowie 10,- € für den Arztbesuch pro Quartal und nun sollen noch einmal 8,- € im Monat als Zusatzbeitrag abkassiert werden.

Und das alles dafür, dass man als Kassenpatient so behandelt wird, als sei man nur ein „Patient zweiter Klasse“! Selbst für dringende Untersuchungen besteht oft eine Wartezeit von vier bis fünf Wochen und wichtige Kontrollen werden aus Budget-Gründen nicht durchgeführt. Geht man am Ende eines Quartals zum Arzt, bekommt man offen gesagt, dass man aus Kostengründen nicht (richtig) behandelt werden kann… Von den langen Wartezeiten in der Praxis will ich gar nicht erst sprechen.

Ganz anders sieht es hingegen bei den Privatpatienten aus: Eine unerträgliche Ungleichbehandlung!

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Freitag, 22. Januar 2010 um 12:10 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Gesundheitsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Patient zweiter Klasse bedeutet:
    Wartezeiten sind extrem lang
    Untersuchungen sind beschränkt auf „Vorsorgeuntersuchungen“.
    Falls jemand etwas hat was nicht mit der „Vorsorge“ zu tun hat bekommt man keine Hilfe.
    Leider benötige ich viele der gesetzlichen Angebote nicht und bezahle und bezahle und wenn ich etwas habe was nicht im gesetzlichen Krankenkrassen Katalog steht habe ich Pech gehabt. Zeit haben die Ärzte nie für mich – Antibiotika werden mit Vorliebe verschrieben.
    Vielen Dank! Ich würde mich über ein Budget von den Krankenkassen freuen, was ich für meine Bedürfnisse individuell nutzen könnte.

    Kommentar von: Simone – am 28. März 2011 um 19:13

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