Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung müssen mehr als eine Million Beschäftigte in Behandlung, um wieder fit für den Beruf zu werden. Das sind 25 % mehr als 2005. So berichtet die Süddeutsche Zeitung. Grund für den ansteigenden Reha-Bedarf sind nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung die geburtenstarken Jahrgänge, die verstärkt in ein Alter kommen, in dem sie krank werden oder ihren Beruf nicht mehr mit voller Leistungskraft ausüben können. Dabei liegt die Zahl aller Reha-Anträge deutlich höher, nämlich bei knapp 2,1 Millionen. Ein Teil der Anträge wird allerdings abgelehnt.

Anlass für die Behandlung in der Reha sind nach wie vor gesundheitliche Beschwerden an Skelett, Muskeln oder Bindegewebe. Laut Statistik ist der Anteil dieser Erkrankungen leicht rückläufig, während die Ärzte psychische Störungen stärker als früher diagnostizieren. Beispielsweise war bei Männern eine Reha-Behandlung in 18 % aller Fälle wegen psychischer Krankheiten nötig. 2005 lag der Anteil noch bei 15,6 %. Bei den Frauen gibt es eine ähnlich starke Zunahme. Eine medizinische Reha dauert im Durchschnitt 29 Tage und kostet 3600 Euro. Aber es scheint sich zu lohnen. Denn: 85 % der Arbeitnehmer, die medizinischen Hilfen in Anspruch genommen haben, sind auch zwei Jahre nach Erhalt der Leistungen im Berufsleben und zahlen Sozialbeiträge, so die Studie.

Neben der medizinischen Reha gibt es auch noch die berufliche Rehabilitation. Im Rahmen dieser ist eine Umschulung für einen anderen Beruf denkbar oder ein Arbeitsplatz wird so umgebaut, dass der Betroffene weiterhin arbeiten kann. Davon profitierten laut Bericht 2012 etwa 270.000 Versicherte.

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Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 03. September 2013 um 10:18 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Gesundheitsschutz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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