von Ines am 02.09.2010, 11:04 Uhr , Kategorie: Allgemein

Wahr oder nicht wahr: Auch in Afghanistan gibt es eine Gewerkschaft, die sich für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzt. Klingt irgendwie absurd, aber es stimmt! Selbst in einem Land, das wir mit Krieg, Tod und Terror verbinden, sind nicht nur die Soldaten im Kampfeinsatz. Hier kämpfen auch Gewerkschafter und zwar für Arbeit und Ausbildung, für ihre Rechte und für die Teilhabe von Frauen. Mit ersten Erfolgen: Laut Bericht der IG Metall bekommen Arbeitnehmer in Afghanistan jetzt geregelte Arbeitszeiten, Urlaub und Arbeitsschutzrechte, nach deutschem Vorbild. Das hat die afghanische Gewerkschaft NUAE („National Union of Afghanistan Employees“) durchgesetzt. Die IG Metall unterstützt die NUAE seit ihrer Gründung nach Sturz der Taliban im Jahr 2002 mit Beratung, Seminaren in Afghanistan und Spenden zum Aufbau von Büros und Betriebsbetreuung.

Eine der wichtigsten Ziele der afghanischen Gewerkschaft  ist es jetzt, weitere Arbeitsplätze zu schaffen, an denen die neuen Rechte zur Geltung kommen können. Denn Arbeit ist genau das, was in ihrem Land immer noch fehlt. Eine schwere Aufgabe für NUAE, die übrigens inzwischen 140 000 Mitglieder hat. Die meisten von ihnen, waren zumindest letztes Jahr noch arbeitslos.

Ines



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 02. September 2010 um 11:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

Keine Kommentare »

No comments yet.

Leave a comment