Angestellte des Bundesarbeitsministeriums sollen in ihrer Freizeit dienstlich nicht mehr gestört werden. Ausnahme: Wenn etwas „unaufschiebbar“ ist. Darauf haben sich Personalrat und Leitung des Hauses nach langen Verhandlungen geeinigt. Das berichtet unter andern die Süddeutsche Zeitung. Damit zieht das Arbeitsministerium mit den Autobauern Daimler und VW gleich (wir berichteten). Laut Süddeutsche gibt es inzwischen auch bei der Telekom, bei Eon, bei Puma und bei BMW ähnliche Beschränkungen.

Nach den neuen Regeln ist die ungeplante dienstliche Kontaktaufnahme nur möglich, wenn die zu erledigenden Aufgaben „unaufschiebbar“ seien, „den Charakter einer Ausnahmesituation“ hätten und nicht „bis zum nächsten Dienstbeginn“ warten könnten, so die Süddeutsche. Der Kreis der eingeschalteten Personen sei „so klein wie möglich zu halten“. Vorgesetzte müssten auf die „persönliche und familiäre Situation Rücksicht nehmen„. Für die Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit gelte „das Prinzip des geringstmöglichen Eingriffs in die Freizeit“. Chefs dürften Beschäftigte im Urlaub grundsätzlich nicht in Anspruch nehmen.

Für Ministerin von der Leyen war es wichtig, sich auf feste Regeln zum Schutz der seelischen Gesundheit zu verständigen und dass alle Mitarbeiter die Klarheit darüber haben, wann sie erreichbar sein müssen und wann nicht. Laut Spiegel Online ist von der Leyen selbst dafür bekannt, dass sie am Wochenende von ihren Mitarbeitern nur im Notfall angerufen werden möchte. Wohl den Vorgesetzten, die für ihre Mitarbeiter die gleichen Bedingungen und Voraussetzungen schaffen, die sie auch für sich selbst beanspruchen! Wie brauchbar und sinnvoll die neuen Vorschriften tatsächlich sind, wird sich jetzt in der praktischen Umsetzung zeigen.

Bildquelle: © peshkova – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Montag, 02. September 2013 um 10:56 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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