Wer ist eigentlich noch mit Spaß und Freude bei der Arbeit? Die Angestellten schon lange nicht mehr. Das ist bekannt. Denn Umfragen weisen uns Beschäftigten regelmäßig nach, dass wir alle längst innerlich gekündigt haben. Na gut, alle noch nicht, aber laut Statistik ziemlich viele. Im Betriebsrat Blog war das hier schon zu lesen. Jetzt der Skandal: Denn als wäre das nicht schon genug, um den Erfolg der Unternehmen maximal zu minimieren, herrschen auf Managementseite offenbar ähnliche Zustände. Ein Drittel der unteren und mittleren Managementebene ist hierzulande, na sagen wir mal, nicht gerade „highly motivated“. Die Personalberatung Hay Group will das herausgefunden haben. Sie befragte über 3.000 Führungskräfte aus sechs Ländern, darunter auch in Deutschland.

Tja, wie wird es wohl sein, wenn man als frustrierter Angestellter auf einen frustrierten Vorgesetzten trifft? Da könnte man sich ja eigentlich fast schon wieder zusammen tun, oder? Nicola Holzapfel brachte es in der Süddeutschen auf den Punkt: Die Chefs sind körperlich anwesend, aber geistig in Urlaub. Hier ein unspektakulärer Vorschlag zur allgemeinen Besserung: Firmen sollten viel mehr hinterfragen, wie sie ihre Belegschaft zufriedener machen können. Angemessene Arbeitsbedingungen, familienfreundliche Arbeitszeiten, bessere Behandlung, freundlicher Umgang und nicht immer nur zu spüren bekommen, dass man ein Kostenfaktor ist. Denn nicht vergessen: Bald ist Fachkräftemangel! Und dann kann es sich keiner mehr leisten, auf gute Mitarbeiter zu verzichten. Jetzt scheint das noch zu gehen.

Peter



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 15. Dezember 2010 um 18:15 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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