Laut Pressemitteilung (vom 06.08.2012) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat sich die Arbeitsbeteiligung der 60- bis 64-Jährigen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Während sie im Jahr 1991 noch bei 20,8 Prozent lag, stieg sie bis zum Jahr 2010 auf 44,2 Prozent. Entscheidend dazu beigetragen hat die höhere Erwerbstätigkeit von Frauen. Auch die Verbesserungen im Gesundheitszustand der Älteren sowie die veränderten politischen Rahmenbedingungen bei der Frühverrentung und den Vorruhestandsregelungen begünstigten den Anstieg der Erwerbsbeteiligung bei den Älteren, so das IAB.

Auf diese Weise wird der demografische Rückgang momentan noch ausgeglichen. Langfristig könne aber laut Aussage der Arbeitsmarktforscher auch ein weiterer Anstieg der Erwerbsquoten der Frauen und der Älteren den demografischen Wandel nicht mehr kompensieren. Die Zahl der sogenannten Erwerbspersonen, also die Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden, werde auf jeden Fall sinken. Bei realistischen Annahmen zur Entwicklung der Erwerbsbeteiligung und zur Zuwanderung werde der Rückgang bis 2025 gut drei Millionen und bis 2050 sogar rund zehn Millionen betragen.

Bildquelle: © Peter Baxter – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 23. August 2012 um 11:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Demografie abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

Keine Kommentare »

No comments yet.

Leave a comment