von Peter am 14.05.2010, 09:25 Uhr , Kategorie: Allgemein

Es ist nicht auszuschließen, dass in den zigtausend deutschen Betriebsratsgremien auch der bzw. die ein oder andere Adlige mit an Bord ist. Zugegeben: Mit der Vorstellung tut man sich schon ein wenig schwer. Betriebsrat ist für die meisten eben immer noch „echte“ Arbeitervertretung, da riecht es nach Schweiß, da dröhnt die Maschinenhalle, harte Maloche, verschmierte Blaumänner, diese herrlichen Klischeebilder kennt man zur Genüge, sie wollen einfach nicht aus dem Kopf. Aber pillepalle: Denn die Zeiten ändern sich. Ab sofort hat auch das Glamourmagazin Bunte eine Arbeitnehmervertretung: In das siebenköpfige Gremium zogen kürzlich etliche Redakteure und Ressortleiter ein. Nichts besonderes, will man meinen. Bis auf sie: das neue ordentliche Betriebsratsmitglied Marie Gräfin von Waldenburg, im Hauptberuf „Society-Chefin“ und als solche auf Du und Du mit den Promis dieser Welt. Vielleicht sieht man sich ja mal auf einem ifb-Seminar, Frau Gräfin? Wir haben recht gute Referenten. Die sollten sie unbedingt mal kennenlernen.

Peter



Dieser Beitrag wurde am Freitag, 14. Mai 2010 um 09:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Man sieht das ihr mit Adligen nicht so firm seid.
    Gräfin ersetzt das bürgerliche Frau. Frau an sich ist eigentlich verkehrt. Bürgerin wäre der passende Ausdruck.
    Der erste (unterste) Adelstitel ist die Freifrau (österr. Baroness)

    der Satz müsste also heissen: auf einem ifb-Seminar, Gräfin /
    um Verwechslungen unter den vielen adligen (;-)) zu vermeiden könnte man sagen: Gräfin Waldenburg.

    freundlich grüßt der Bürgerliche
    RGK

    Kommentar von: elephanteum – am 14. Mai 2010 um 14:54

  2. Ach ja, hat es sich immer noch nicht herumgesprochen, dass auch Adelige Menschen sind? Dabei hat doch Schikaneder schon 1790 in der Zauberflöte getextet: Er ist Prinz gar! Mehr noch – er ist Mensch!

    Und das ifb hatte in Berlin jetzt sogar einen echten Prinzen auf dem Seminar. (Zu seinem Leidwesen stand das auch noch auf dem Namensschild…) Ein feiner Kerl, ein Mensch unter Menschen.

    Kommentar von: Moritz – am 15. Juni 2010 um 15:40

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