Gestern hielt Bundespräsident Horst Köhler in der Berliner St.-Elisabeth-Kirche seine „Berliner Rede“.

Dabei ging er vor allem auf die Finanz- und Wirtschaftskrise ein, die er als eine „Bewährungsprobe für die Demokratie“ bezeichnete. Jetzt seien die großen Räder gebrochen, und wir erlebten eine Krise, deren Ausgang das 21. Jahrhundert prägen könne, so Köhler. Nach Meinung des Bundespräsidenten kann die Krise aber zum Guten führen, wenn wir aus dem Schaden klug werden.

Gerade für uns Deutsche als Exportweltmeister ist die weltweite Rezession gefährlich, da die Aufträge aus dem Ausland mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit wegbrechen.
Ein Ausstieg aus der Globalisierung sei aber nicht machbar, da dies laut Köhler in kürzerster Zeit unseren Wohlstand vernichten würde.

Die große Chance in der Krise stecke gerade darin, dass wir nun alle erkennen, dass die Menschheit zusammen in einem Boot sitzt und sich gegenseitig unterstützen muss. Denn nur wenn es anderen gut geht, kann es auch uns selbst gut gehen. „Eigennutz im 21. Jahrhundert heißt: sich umeinander kümmern:“

Bundesregierung und Bundestag bescheinigte der Bundespräsident Handlungsfähigkeit. Denn gerade in der Krise hätten sie „kurzatmigen Aktionismus vermieden“.

In der Berliner Rede bekräftigte er, dass gerade jetzt ein Festhalten an unserer Sozialen Marktwirtschaft wichtig ist, denn diese sei nicht nur eine Wirtschafts- sondern auch eine Werteordnung: „Sie vereinigt Freiheit und Verantwortung zum Nutzen aller“.

Zufriedenheit soll nicht länger nur von einem quantitativen „Immer Mehr“ abhängig gemacht werden. Sparsamkeit soll Ausdruck von Anstand werden.

Abschließend fügt Bundespräsident Köhler mit Blick auf den Ort der Rede, die nach dem Krieg nun wieder aufgebaute St.-Elisabeth-Kirche hinzu: „Meine Damen und Herren, schauen Sie sich um in dieser Kirche. Sie spricht zu uns bis heute über das Werk der Zerstörung, das Menschen anrichten können. Aber sie sagt auch: Wir können immer einen neuen Anfang schaffen. Es liegt an uns.

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 25. März 2009 um 08:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Wirtschaftskrise abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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