von Peter am 06.12.2010, 18:03 Uhr , Kategorie: Allgemein

Der Spruch wurde in den letzten Jahrzehnten oft aus dem Mund von Unternehmern gehört, wenn es darum ging, Politiker hinsichtlich wirtschaftlicher Rahmenbedingungen unter Druck zu setzen. Und das mit Erfolg, denn mittlerweile scheint sich Deutschland zumindest in Westeuropa zum echten Billiglohnland zu entwickeln. Einen allgemeinen Mindestlohn gibt es hierzulande nicht. Die Drohung „Dann gehen wir halt ins Ausland“ wird ironischerweise nun in anderen Ländern angewandt. Und gemeint ist dann, na klar, Deutschland. Fleischverarbeitende Betriebe aus Dänemark zum Beispiel gründen Niederlassungen in Deutschland, um von den niedrigen Lohnkosten bei uns zu profitieren. Das gefährdet jedoch gleichzeitig ausländische Arbeitsplätze. Kein Wunder, dass viele Nachbarstaaten nicht gut auf uns zu sprechen sind.

Das ARD-Magazin „Panorama“ berichtete kürzlich über die schon ausbeuterisch anmutenden Zustände in der norddeutschen Fleischindustrie. Hier werden Arbeiter teilweise für vier oder fünf Euro die Stunde beschäftigt. Betriebsräte aus Deutschland und aus Dänemark kommen auch zu Wort. Ganz nebenbei werden interessante Hinweise geliefert, die auf persönliche Verquickungen der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen, CDU, mit der regionalen Fleischindustrie hinweisen. Da kann man dann schon verstehen, warum sich die Dame in einer Szene so vehement gegen Mindestlöhne ausspricht. Aber auch sonst scheint sie derzeit heftig unter Beschuss zu stehen.

Link zum ca. achtminütigen Video auf der Website von Panorama

Peter



Dieser Beitrag wurde am Montag, 06. Dezember 2010 um 18:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

Keine Kommentare »

No comments yet.

Leave a comment