Gestern hat sich die Große Koalition auf das zweite Konjunkturpaket geeinigt.

Dieses soll die Kaufkraft der Bürger stärken und Arbeitsplätze sichern.

Neben Sanierungsmaßnahmen für Schulen, Kindergärten, Universitäten und Straßen, soll vor allem die Abgabenlast der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesenkt werden.

So sinkt ab 01.07.2009 der gerade erst auf 15,5% gestiegene Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 14,9%.

Für jedes der knapp 14 Millionen Kinder in Deutschland gibt´s einmalig 100,- € vom Staat. So sollen vor allem die Familien entlastet werden.

Der Grundfreibetrag – also der Betrag, den man steuerfrei jährlich verdienen darf, steigt um 170,- € auf 8.004,- €. Zudem wird der Eingangssteuersatz rückwirkend zum 01.01.2009 auf 14% gesenkt. Damit werden Arbeitnehmer mit unteren Einkommen besonders entlastet.

Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger zum Kauf eines neuen Autos angeregt werden. Autobesitzer, die ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten lassen (Nachweis erforderlich) und einen umweltfreundlichen neu- oder Jahreswagen kaufen, erhalten 2.500,- € Verschrottungsprämie vom Finanzamt. Die Bundesregierung will damit die Autoindustrie und deren Zulieferer wirtschaftlich fördern und so Arbeitsplätze zu sichern.

Das klingt doch gut. Was mir allerdings ein bisschen komisch vorkommt ist, dass es für ein neues Auto 25mal mehr Geld gibt als für ein Kind.

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 14. Januar 2009 um 18:12 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Der Krankenkostenbeitrag ist auch mit seinen reduzierten 14,9 % höher, als das, was die meisten bis jetzt bezahlt haben. Also kurbele ich die Wirtschaft mit den 0,6 % an, die ich bisher auch nicht zahlen musste. Bezahle gleichzeitig einen höheren Beitrag.
    Merkwürdige Entlastung unserer Regierung.

    Kommentar von: J. Hielscher – am 15. Januar 2009 um 09:45

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