von Thomas am 22.01.2009, 09:20 Uhr , Kategorie: Allgemein

Wissen Sie über wie viel Nettovermögen die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2007 verfügten?

Es sind gut sechs Billionen Euro. Das ist eine sechs mit zwölf Nullen. In Zahlen sieht das so aus: 6.000.000.000.000. Ein enormer Wert! Rechnerisch entspricht dies rund 88.000,- € pro Erwachsenem.

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist seit der letzten Untersuchung im Jahr 2002 das Vermögen der Deutschen inflationsbereinigt um gut zehn Prozent gestiegen.

Leider profitieren aber nicht alle davon, denn nur ein Prozent der Bevölkerung besitzt allein 27 Prozent des Vermögens! Jeder Vierte hat hingegen gar kein Vermögen oder ist sogar noch verschuldet. 60 Prozent des gesamtdeutschen Vermögens besitzen die oberen zehn Prozent der Bevölkerung. Damit ist das Wohlstandsgefälle in Deutschland bedenklich groß.

Vor allem nimmt aber das Ost-West-Gefälle zu. Wegen der höheren Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern waren dort mehr Menschen im Zuge der Hartz-IV-Reformen gezwungen, ihr Vermögen aufzuzehren, bevor sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen konnten. Zudem ist bei selbstgenutzten ostdeutschen Immobilien ein Preisverfall zu verzeichnen. In den alten Bundesländern sind die Immobilienpreise dagegen durchschnittlich um 6.000,- € im Zeitraum von 2002 bis 2007 gestiegen.

Vor allem in den östlichen Bundesländern droht die Altersarmut zuzunehmen. Denn in den mittleren Altersgruppen von 36 bis 65 Jahren ist dort ein Vermögensrückgang feststellbar.

Die Politik hat in der Vergangenheit versucht die Altersarmut durch die Förderung von privater Altersvorsorge (Riester- oder Rürup-Rente) zu bekämpfen. Dies zeigt erste Wirkung, denn der Wert der Kapitalanlagen in diesen Versicherungen hat sich zwischen 2002 und 2007 um rund 18 Prozent vergrößert.

Ob das allein hilft?

Für alle Geschichtsinteressierten: den letzten 5-Billion-Mark-Schein gab es in Deutschland bei der großen Inflation im Jahr 1923

Thomas



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