von Thomas am 07.04.2010, 08:20 Uhr , Kategorie: Allgemein, Arbeitsmarkt

Im Arbeitsalltag treffen täglich verschiedene Generationen aufeinander! Das birgt Konflikte, kann aber auch von großem Vorteil sein. Denn: So wie jede Generation typische Schwächen aufweist, hat sie auch besondere Stärken zu bieten.

Wissenschaftler haben dieses Generationen-Phänomen seit langem untersucht und interessante Ergebnisse herausgefunden (Wirtschaftswoche Nr. 39/2009).

Im Grunde unterscheiden wir heute zwischen vier Generationentypen im Büro:

– Die Veteranen (Jahrgänge 1928-1945) wurden besonders vom zweiten Weltkrieg und auch vom „Wunder von Bern“ geprägt. Ihnen sind alte Tugenden und Werte besonders wichtig: Aufwärts geht es nur mit harter Arbeit, Disziplin und Sparsamkeit. Sie arbeiten verlässlich, sorgfältig und sind besonders loyal. Ungehorsam fällt bei Ihnen auf wenig Gegenliebe. Ebenso schwer ist es für sie aber auch von einem jüngeren Kollegen Befehle zu erhalten.

– Die Babyboomer (Jahrgänge 1946-1964) verdanken Ihren Namen der großen Anzahl der Geburten. Nie wieder wurden in Deutschland seitdem so viele Kinder geboren wie zu dieser Zeit. Geprägt wurde diese Generation u.a. von der Stundentenbewegung und der Ermordung Kennedys. In ihrem Arbeitsstil zeichnen sie sich besonders durch ihre starke Teamfähigkeit aus. Zudem gelten sie als besonders durchsetzungsstark. In Führungspositionen sind sie auf Kollegialität und Harmonie bedacht.

– Die Generation X (Jahrgänge 1965-1978) erlebte als prägende Ereignisse den Nato-Doppelbeschluss und den Mauerfall. Die wirtschaftliche Lage war eher schlecht. Zudem kletterte auch die Scheidungsrate in bis dahin unbekannte Höhen. So hat diese Generation schon als Kind gelernt, dass es im Leben wenige Konstanten gibt und dass man oft schnell auf sich alleine gestellt sein kann. Vertreter dieser Generation fallen besonders durch ihre Kreativität auf. Häufig neigen sie zum Einzelgängertum. Spaß und Spannung ist ihnen ebenso wichtig wie eine ausgeprägte Individualität. Hat man einen Generation Y-er zum Chef, muss man sich zu Zeiten an eine eher ruppige Führungsweise gewöhnen: So schreiben sie gerne knappe eMails und SMSen.

– Die vierte Generation ist die Generation Y bzw. Millennials (Jahrgänge 1979-2000). Sie wurde vom Golfkrieg, den neuen Medien (Internet, Handy) und von 9/11 geprägt. Als Kinder wuchsen sie behütet auf und gingen brav in Sport- und Musikvereine. Lange kannten Sie keinen anderen Kanzler als Helmut Kohl und der ewige Papst hieß Johannes Paul II. Auffallend ist, dass diese Generation besonders multi-tasking fähig ist: telefonieren, fernsehen und zugleich noch im Internet surfen ist bei Ihnen Alltag. Eine gesunde Mischung aus Arbeit und Freizeit ist ihnen wichtig. Ebenso zeichnet sie ein pragmatischer Egoismus aus. Wie die Babyboomer auch, gelten die Vertreter der Generation Y als besonders teamfähig.

Thomas



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