von Ines am 09.11.2011, 09:14 Uhr , Kategorie: Allgemein, Frauen im Beruf

In der deutschen Politik ist die Frage, wie man mehr Frauen in Spitzenpositionen der deutschen Wirtschaft installieren kann, schon länger ein heiß diskutiertes Thema. Doch wie sieht es eigentlich an der „Basis“ aus? Eine repräsentative Umfrage des Online-Stellenportals Jobware kommt zu folgendem Ergebnis: Eine Frauenquote befürwortet mehr als die Hälfte (55%) der berufstätigen Frauen. Doch geht es darum, ob sie sich eine Frau als Vorgesetzte wünschen, heißt es „nein, danke“.

Lediglich 3 % aller Frauen in Fach- und Führungspositionen wünschen sich eine Geschlechtsgenossin als Vorgesetzte. 27 % der Befragten ist ein männlicher Chef lieber. Und was wollen die Männer? Bei der Frage Chef oder Chefin reagierten diese neutraler: Knapp 89 % geben an, es sei ihnen egal, welchem Geschlecht der Vorgesetzte angehört. Rund 9 % bevorzugen einen Mann als Vorgesetzten und 3 % hätten lieber eine Chefin.

Woran liegt dieses Dilemma? Warum wollen die Frauen einerseits stärker an der Spitze vertreten sein, und andererseits bevorzugen sie, durch Männer geführt zu werden? Können wir uns – insbesondere vor dem Hintergrund des Fach- und Führungskräftemangels – eine solche Einstellung noch leisten? Jobware will die Entwicklung weiter beobachten.

Ines H.

 

Bildrechte: © Robert Kneschke – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 09. November 2011 um 09:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Frauen im Beruf abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Witzig. Sie schreiben tatsächlich einmal ausdrücklich, dass es nicht um eine Gleichstellung / -berechtigung der Frau im Arbeitsleben, sondern ausschließlich in Spitzenpositionen geht. Sehr erfrischend ehrlich….

    Kommentar von: asta – am 09. November 2011 um 22:04

  2. Witzig, ja. Der Mensch ist viel weniger rational gesteuert, als man annehmen möchte. Vielleicht findet man Antworten auf das widersprüchliche Verhalten ja in der Verhaltensbiologie (http://de.wikipedia.org/wiki/Verhaltensbiologie)

    Kommentar von: Ludger Kühle – am 18. November 2011 um 11:00

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