von Peter am 22.10.2014, 15:30 Uhr , Kategorie: Allgemein

Chefs im Kontrollwahn? Vorgesetzte, die aus Langeweile Mitarbeiterbewertungen auspendeln? Abteilungsleiter, die im Meeting gerne die Seele baumen lassen? Gibt es solche Gestalten überhaupt?

Für die großen und wichtigen Fragen in der Arbeitswelt ist bei Spiegel Online Satiriker Matthias Nöllke zuständig, der gerne auch als Sachbuchautor eingeführt wird. Leider weiß man bei seinen Beiträgen nie so recht, ob man eher lachen oder weinen soll. Eins ist sicher: Liegt irgendwo im Büro ein Klischee rum, dann saugt Herr Nöllke es auf. Ist irgendwie sein Job.

So auch in diesem Artikel. Hier werden (unproduktive) Arbeitgeber beschrieben, die scheinbar nichts besseres zu tun haben, als den (produktiven) Mitarbeitern bei der Arbeit im Weg rumzustehen. Na bravo. Und wieder werden die „big points“ verschenkt. Denn wie sieht es in Wirklichkeit aus? Oder will das niemand wissen? Gibt es ihn, den nichtstuenden Johnny Controletti? Den Chef, der einem dauernd über die Schulter lurt, ob man auch ja genug für das viele Geld tut? Oder noch besser: Der am liebsten eine Kamera über dem Schreibtisch installieren würde. Dann kann man beim Zuschauen auch noch sitzenbleiben.

Gab es ihn je, diesen Controlletti? Also ganz pauschal gefragt. Denn pauschal ist alles, mit dem wir dienen können. Hier sind sich alle gleich. Der Spiegel und auch unsere Wenigkeit. Der Unterschied: Wir meinen, zumindest diese Zeilen hier, nicht ernst.

Tatsächlich wird man die unendlich vielen Chef-Mitarbeiter-Konstellationen nie über einen Kamm scheren. Der faule Beamte? Ach was! Die Kaffee kochende und rumtelefonierende Sekretärin? Quatsch! Der fast immer Ferien machende Lehrer? Ach je, die lachen sich kaputt, wenn sie das hören. Genauso wie der Vorgesetzte mit dem Kontrolltick. Klar gibt es solche. Aber wahrscheinlich existieren wesentlich mehr Nicht-Vorgesetzte, die ebenfalls Freaks darin sind, irgendwas zu kontrollieren.

Unter uns: Mit Vorurteilen beschränkt man doch nur sich selbst und sein eigenes Leben.

Dennoch: Es soll vorkommen, dass der Chef urplötzlich in der Tür steht und fragt, was man gerade so macht. Ja und? Darf es das nicht? Ist auch Teil seines Jobs, ad werden wir uns wahrscheinlich einig sein. Dann sagt man als kleiner Angestellter halt möglichst wahrheitsgemäß, wo man gerade so am Start ist. Taktisch nicht ganz ungeschickt bliebe das Erwähnen aktueller Aufgaben und langfristiger Projekte. Denn: Die sind auch nicht doof und checken, ob man sie für blöd verkaufen will oder nicht. Also bitte ganz entspannt bleiben. Wo genau ist nochmal das Problem?

Bildquelle: © stockasso – fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 22. Oktober 2014 um 15:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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