Alarmsignal ROT sollte man meinen, wenn man den neuesten DAK-Gesundheitsbericht liest: Immer mehr junge Menschen leiden unter psychischen Belastungen, sind unzufrieden und werden krank.

Eine wichtige Ursache hierfür ist die unstete Arbeitswelt. In dieser haben es Berufseinsteiger immer schwerer. Stellenbefristungen sind inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern stellen die Regel dar. Häufiger Jobwechsel, geringe Planbarkeit und oft schlechte Bezahlung tragen dazu bei, dass die psychischen Belastungen in der „Generation Y“ enorm zunehmen: 71% von ihnen finden den Berufalltag belastend. Zudem fühlen sich Zweidrittel der jungen Leute in ihrem Job unterfordert, was nach Expertenmeinung auch zu arbeitsbedingtem Stress führt.

Dass gerade junge Arbeitnehmer nach dem Krankenkassenbericht deutlich häufiger krank geschrieben sind als ihre älteren Kollegen, ist nur eine logische Folge der Gesundheitsbelastung. Gerade in Zeiten des demographischen Wandels und des wachsenden Fachkräftemangels muss unsere Gesellschaft diese Warnsignale erkennen. Die psychischen Belastungen müssen aktiv angegangen werden. Hier können Betriebsräte einen wichtigen Beitrag leisten, um die Arbeitsbedingungen in ihrem Unternehmen generationenfreundlicher zu gestalten.

Dass psychische Belastungen zunehmen, bestätigt auch Ines Heinsius, zuständige Produktmanagerin beim Institut zur Fortbildung von Betriebsräten (ifb): „Die Anmeldungen zu Seminaren in diesem Themenbereich nehmen enorm zu. Darüber hinaus läuft inzwischen statt ursprünglich einer geplanten Fachtagung zur psychischen Belastung bereits der vierte Termin in diesem Jahr mit über 100 Teilnehmern an.“

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 16. Februar 2011 um 15:21 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Arbeitsmarkt, Demografie, Gesundheitsschutz, ifb intern abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

1 Kommentar »

  1. Ich dieses Thema nur bestättigen. Es muß was gemacht werden.
    Das ifb seminar wurde von mir in Aachen besucht und ich kann nur sagen mir wurden die Augen geöffnet, was auf uns zukommt ( das ins nicht Lustig).
    Der BR ist jetzt echt gefordert.

    Liebe Grüsse an Thomas vom IFB, den ich bei diesem Seminar kennenlernte.

    Grüsse
    Georg

    Kommentar von: Georg – am 07. März 2011 um 13:05

Leave a comment