Ein erschwerender Faktor in Sachen Burn-out ist, so Experten, bei vielen Arbeitnehmern die ständige Erreichbarkeit. Insbesondere die sogenannten Smartphones sorgen dafür, dass wir auch außerhalb des Büros bzw. außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten dienstliche E-Mails und Anrufe empfangen können. Mit dem Ergebnis, dass ein Abschalten von der Arbeit oft kaum noch möglich ist und die Erholung entsprechend auf der Strecke bleibt.

Der Betriebsrat von Volkswagen geht nun mit gutem Beispiel voran, um der Burn-out-Gefahr einen Riegel vorzuschieben. Das berichtet unter anderem Zeit online: Künftig werden hier nach Feierabend keine E-Mails mehr an die Firmen-Blackberrys von Mitarbeitern verschickt. 30 Minuten nach Ende der Gleitzeit wird der Server-Betrieb eingestellt, 30 Minuten vor Beginn des nächsten Arbeitstages sind die Verbindungen wieder offen. Telefonate sind nach wie vor möglich. Die neue Betriebsvereinbarung betrifft mehr als 1100 VW-Mitarbeiter, die ein Firmen-Blackberry besitzen. Ausgenommen sind das obere Management oder außertariflich bezahlte Mitarbeiter.

Sicher wird dieser positive Ansatz auch praktische Probleme mit sich bringen, die sich mit der Umsetzung der Betriebsvereinbarung zeigen werden. Aber hier wurde eine gute Grundlage geschaffen. Und durch den Abschluss der Betriebsvereinbarung liegt der Eindruck nahe, das die Sensibilität für das Problem „Burn-out“ bei VW auch in den Chefetagen angekommen ist. Und das ist eine der besten Voraussetzungen, um weitere Maßnahmen zu planen.

Ines H.

 

Bildrechte: © Franz Pfluegl – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 03. Januar 2012 um 10:40 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Burn-out abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Bravo VW.
    Endlich wird das Problem zumindes teilweise an der Wurzel gepackt. Warum allerdings AT-Mitarbeiter nicht Burn-Out gefährdet sein sollen und daher weiter pausenlos zur Verfügung stehen sollen, ist mir völlig unverständlich. M. E. besteht gerade in diesem Personenkreis ein besonders hohes Risiko, so dass man gerade hier aktiv werden müsste.

    Kommentar von: Ludger Kühle – am 16. Januar 2012 um 15:06

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