von Ines am 30.12.2015, 09:57 Uhr , Kategorie: Allgemein

Drohne liefert Paket aus… setzt sich nieder auf mein´ Fuß, hat ein Päckchen im Schnabel, von Zalando ein´ Gruß. So oder so ähnlich könnte das gute alte Kinderlied demnächst gesungen werden. Denn: Laut Pressemitteilungen von u.a. der Frankfurter Rundschau sind in der Einzelhandels- und der Logistikbranche Drohnen, die zur Paketauslieferung eingesetzt werden können, derzeit ein Riesenthema. Der Grund: Die Auslieferung der Waren soll noch effizienter gemacht werden. Denn im Einzel- und Onlinehandel hat der Wettlauf um Geschwindigkeit begonnen. Es geht darum, dass Lieferzeiten künftig der entscheidende Faktor im Konkurrenzkampf der Unternehmen sein werden. Insbesondere der amerikanische Online-Versandhändler Amazon scheint hier in der Entwicklung schon recht fortgeschritten zu sein. Aber auch andere Unternehmen wie Walmart oder DHL sollen den Einsatz von Drohnen bereits erforscht und getestet haben.

Amazon jedenfalls plant derzeit, sich den Wettbewerbsvorteil zu sichern und durch den Einsatz von Drohnen so viel wie möglich noch am Tag der Bestellung zu liefern. Der nächste Schritt wäre dann die Lieferung nicht nur in einigen Stunden, sondern innerhalb von einer halben Stunde oder weniger. Doch wie lassen sich die Konzepte mit der neuen Technologie umsetzen? Wie wird z.B. sichergestellt, dass die zivile Luftfahrt und auch der Hubschrauberverkehr nicht gefährdet werden? Was passiert, wenn über einer Stadt hunderte von Lieferdrohnen unterwegs sind? Wie könnten entsprechende Regularien aussehen? Noch gibt es hierzu keine konkreten Angaben.

Laut Frankfurter Rundschau sind in der momentanen Testphase ausschließlich „nicht autonome“ Drohnen unterwegs. Das sind solche, die von ausgebildeten Piloten am Boden gesteuert werden. Die Fluggeräte dürfen nur bei Tageslicht eingesetzt werden und maximal rund 120 Meter hoch fliegen, um die allgemeine Luftfahrt nicht zu stören. Eine jetzt vorgestellte Drohne hat eine maximale Reichweite von 24 Kilometern. Doch Amazon will mehr: Der Online-Versandhändler plant, eine ganze Flotte von Drohnen zu erschaffen. Es wird vermutet, dass es dabei auch um unbemannte Kleinflugzeuge gehen könnte, die mehrere Pakete transportieren und größere Distanzen zurücklegen können.

Bildquelle: @ Mopic – fotolia.de



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 30. Dezember 2015 um 09:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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4 Comments »

  1. Ich kann mir das ganze Szenario überhaupt noch nicht vorstellen. Wo soll denn die Drohne „mein Paket“ abliefern? Auf meinem Balkon / Terrasse? Was ist aber wenn ich sowas gar nicht habe in meiner Wohnung. Klingelt die Drohne dann beim Nachbarn, oder fliegt sie beladen wieder zurück?
    Wie wird denn abgeladen? Klappe auf und schon fällt der Karton samt Vase, oder per Landeanflug, aber dann muss die eine Freifläche vorhanden sein?
    Ich bin gespannt. Was die anderen Sachen, vor allem den Luftraum angeht, bin ich ebenfalls gespannt und auch was passiert wenn die Dinger plötzlich „entführt“ werden…

    Kommentar von: Guido – am 04. Januar 2016 um 14:54

  2. Mich erschreckt das Thema. Irgendwann liefern die Online-Händler Waren, die ich noch gar nicht bestellt habe. Über Drohnen spionieren sie dann meine Wohnung aus und stellen meinen Warenkorb zusammen. Sollen diese Unternehmen doch erst einmal ihre Mitarbeiter anständig bezahlen und für gesunde Arbeitsverhältnisse sorgen.

    Kommentar von: Michael – am 05. Januar 2016 um 07:15

  3. Dann öffnet sich eine neue Art der Beschaffungs- und Gewaltkriminalität: Luftfracht-Piraterie. Mit einer Armbrust die Drohne vom Himmel schießen und sich der Ware annehmen. Drohnen stellen auch eine andere Art der Bedroht dar. Explosivstoffe könnten unauffälliger am Zielort platziert und aktiviert werden. Oder zur öffentlichen und privaten Überwachung missbraucht werden. Es schwirren schon zu viele High-tech-Drohnen am Himmel, mir geht das entschieden zu weit.

    Kommentar von: michael – am 05. Januar 2016 um 08:14

  4. Und das alles bei der Angst vor Terror etc.
    Da kann man ja auch gleich Bomben gezielt platzieren.

    Kommentar von: Brigitte – am 05. Januar 2016 um 08:32

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