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Krankheit, Scheidung & Arbeitslosigkeit verursachen Überschuldung

[1]Der Schuldnerberater Peter Zwegat macht mit seiner TV-Show „Raus aus den Schulden“ darauf aufmerksam, dass sich viele Menschen in der Schuldenfalle [2]befinden. Die Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland wird derzeit auf 3,15 Millionen geschätzt. Als überschuldet gilt demnach, wer seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, ohne seine Grundversorgung zu gefährden. Zahlungsverzug, Kredit- und Kontokündigungen sind hierfür deutliche Anzeichen.

Doch was treibt die Menschen in die Schuldenfalle? Der „Überschuldungsreport 2011 [3]“ des Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen (IFF) hat ergeben, dass Ursache Nummer eins die Arbeitslosigkeit ist: Fast jeder dritte Zahlungsunfähige ist durch den Jobverlust in den Schuldenstrudel geraten. Scheidung bzw. Trennung sowie der fehlgeschlagene Versuch, sich selbstständig zu machen ist bei jeweils ca. 12% ursächlich für die Geldnot. Aber auch schwere Krankheit stellt einen gewichtigen Grund dar: So ist jeder Zehnte überschuldet, weil er durch seine Krankheit nicht mehr erwerbsfähig sein kann.

Besonders hart trifft es nach wie vor die Alleinerziehenden. Bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit in die Schuldenfalle zu geraten statistisch gesehen am größten.

Thomas

 

 

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