von Peter am 22.02.2010, 17:20 Uhr , Kategorie: Allgemein

Schon mal erlebt? Man klickt auf einer interessant aussehenden Webseite etwas an, gibt seine Daten in ein Formular ein, weil der Seitenbetreiber angeblich eine Registrierung oder ähnliches benötigt, bevor er ein Dokument anzeigt oder den Zugriff auf etwas vermeintlich Verlockendes freigibt und genau in dem Moment, in dem man den OK-Button anklickt, hat man irgendeinen Quatsch abonniert oder gar etwas Nichtbenötigtes käuflich erworben. Im Kleingedruckten wäre es möglicherweise gestanden, vielleicht aber auch nicht, denn zumeist ist das alles so gut versteckt oder formulierungsmäßig vernebelt, dass viele gar nicht erfassen, was sie da tun. Die Rechnung kommt dann kurze Zeit später per Post. Zur Klarstellung: So etwas passiert nicht nur „unerfahrenen Gelegenheitssurfern“ oder denjenigen, die eh auf alles draufklicken, was ihnen unter die Maus kommt, sondern auch dem Verfasser dieses Beitrags, der sich für äußerst surferfahren hält und aus allen Wolken fiel, als ihm sein ehemaliger Freemail-Anbieter erklärte, er sei durch irgendeinen Klick beim Einloggen zu seinem E-Mail-Account Mitglied eines wunderschönen und exklusiven Clubs geworden und dafür wären nun schlappe 36 Euro Jahresgebühr fällig, aber pronto subito, sonst Mahnbescheid und unübersehbare Folgen, Schufa-Eintrag bla bla bla, das volle Programm halt!

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP, will nun zukünftig Verbraucher im Internet bei Geschäften dieser Art besser schützen. Da unseriöse Unternehmen bewusst die Entgeltlichkeit ihrer Angebote verschleiern, sollen diese per Gesetz verpflichtet werden, auf ihren Internetseiten deutlich erkennbare Preisangabenfenster aufzunehmen. Der Verbraucher muss dann gesondert per Mausklick bestätigen, dass er von diesem Preis Kenntnis genommen hat.

Gute Sache, aber schlägt man der Hydra einen Kopf ab, wachsen zumeist zwei neue nach: Wo so leicht abgezockt werden kann, wie im anonymen Internet, wird es findigen Betrügern auch zukünftig leicht fallen, neue Wege zu finden, um andere übers Ohr zu hauen. Gesetz hin und her, es bleibt auch weiterhin äußerste Vorsicht angesagt, wenn man online unterwegs ist.



Dieser Beitrag wurde am Montag, 22. Februar 2010 um 17:20 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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