von Ines am 10.08.2010, 12:15 Uhr , Kategorie: Allgemein

Im Blog-Beitrag vom 05.08.2010 hatte ich es schon angekündigt: Heute folgt mehr zum Thema „Was Ihr Name über Ihre Karriere-Chancen verrät“. Ob es da wirklich einen Zusammenhang gibt? Jedenfalls behauptet das Bernd M. Samland, Geschäftsführer der Kölner Namensagentur „Endmark“. Er hat untersucht, wie sich Namen auf die Karriere auswirken. Mit folgendem Ergebnis:

Menschen mit einfachen und einprägsamen Namen haben grundsätzlich gute Aussichten im Berufsleben. Sie sind leicht zu schreiben und bleiben in Erinnerung. Doppelnamen wie Müller-Lüdenscheidt senken hingegen angeblich die Karrierechancen. Denn: Wenn sich schon die Eltern nicht für einen gemeinsamen Nachnamen entscheiden konnten, könnte das möglicherweise ein Hinweis für mangelnde Entscheidungsstärke in der Familie sein. Aber genau diese Charaktereigenschaft ist es vielleicht, auf die es bei einer Bewerbung ankommt und auf die der Personalleiter bei Durchsicht der Unterlagen achtet. Aber legt er deswegen die Bewerbung tatsächlich auf den „Kommt nicht in Frage“-Stapel? Das wäre doch zu einfach, oder? Man denke an erfolgreiche Ausnahmen wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger oder Peter Harry Carstensen! Oder heißt der Harry Carsten Petersen? Das weiß ich immer nicht.

Ähnliche Kriterien gelten übrigens für Doppelvornamen wie z.B. Kevin-Pascal oder Chantal-Josephine so Samland, der sich wahrscheinlich nicht umsonst Bernd M. nennt. Echte Karrierekiller sind schließlich Doppelvorname und Doppelnachname: Maria-Theresia Müller-Walldorf. Von einem komplizierten Namen wird laut Studie oft auf eine komplizierte Persönlichkeit geschlossen.

Auch eine Karriere im Ausland kann schneller beendet sein, als man denkt, wenn der Name Umlaute oder Sonderzeichen enthält. Es ist nicht auszuschließen, dass Herr Günther Krüger-Wümmelsberg trotz 1a-Lebenslauf ein Problem mit einer internationalen Laufbahn haben könnte. Von Namen, die man im Ausland kaum aussprechen kann, wollen wir gar nicht erst reden. Was auch nicht so gut ankommen soll: Vor- und Nachnamen, die nicht einer Sprachfamilie entstammen, z.B. Vitali Schmidt oder Baptiste Huber. Dahinter wird angeblich schon mal leicht ein „Freak“ vermutet.

Zahlen darüber, wie viele Menschen tatsächlich einen Job aufgrund ihres Namens nicht bekommen haben, liegen übrigens nicht vor – das hätte dann wohl in jeder Zeitung gestanden und die Arbeitsgerichte beschäftigt. Für den Fall, dass sich das doch einmal bewahrheiten sollte, schlage ich vor, jetzt schon einmal § 1 AGG in der Hinsicht zu erweitern, dass auch aufgrund seines Namens niemand benachteiligt werden darf.

Ines



Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 10. August 2010 um 12:15 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass eine seriöse Studie vorliegt.

    Kommentar von: heelium – am 16. August 2010 um 16:30

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