von Thomas am 26.08.2009, 17:04 Uhr , Kategorie: Allgemein

Na, neugierig geworden auf meine Bilder? Klar, sonst hätten Sie nicht hierher geklickt! Und Sie können sich sicher sein: Ihr Arbeitgeber ist genauso neugierig wie Sie!

Gerade als Bewerber sollten Sie deshalb genau überlegen was Sie im Internet über sich preisgeben und was sie lieber für sich behalten. Denn: Ihr (zukünftiger) Chef liest mit!

Man denkt sich gar nichts dabei: Schnell sind ein paar Bilder der letzten Feier hochgeladen und ein paar Worte dazu geschrieben… Es ist ja einfach sehr reizvoll, wenn man so seinen weit verstreuten Freundeskreis updaten und schnelle Kontaktpflege betreiben kann.

Unzählige Portale und Plattformen laden die Internetnutzer dazu ein. An dieser Stelle seien nur StudiVz, Facebook, Lokalisten und Xing genannt. Besonders interessant wird es für die Personaler, wenn Sie den Bewerber auf Partybildern bei Saufgelagen sehen oder sonst irgendwelche peinlichen Schnappschüsse im Netz veröffentlicht sind.

Dabei muss man nicht einmal selbst die Bilder ins Netz stellen. Oft erledigen das schon Freunde und Familie, ohne dass man davon weiß. Und sie meinen auch noch einem damit etwas Gutes zu tun. Irrtum!

Aber auch Meinungen und Einstellungen werden von vielen Usern hemmungslos preisgegeben. Es wird „herausgetwittert“ was man den ganzen Tag so treibt, was man „endgeil“ findet und was „mega uncool“. Da braucht man sich nicht wundern, wenn im Vorstellungsgespräch plötzlich komische Fragen kommen: „Und Sie sind trinkfreudig!?!“ oder „Mit der Philosophie unseres Hauses scheinen Sie nicht besonders verbunden zu sein.“ Schlimmer ist es jedoch, wenn man auf Grund der privaten Daten im Netz gar nicht erst eingeladen wird.

Eine vom Bundesverbraucherministerium in Auftrag gegebenen dimap-Studie belegt, dass die Firmen besonders ihre Bewerber im Internet scannen. Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen nutzt das Internet für Personalentscheidungen, wobei Großunternehmen bei der Personalauswahl deutlich häufiger im Internet recherchieren als Kleine. Bei Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern informierten sich fast 50% im Internet. Die hierbei gewonnenen Informationen werden schwerpunktmäßig für die Vorauswahl der Bewerber genutzt, die zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Fast zwei Drittel der Unternehmen beschränken sich auf allgemein zugängliche Informationen. Gut ein Drittel informiert sich auch über soziale Netzwerke, wie etwa Xing oder StudiVZ.

Es ist also Vorsicht geboten! Das soll jedoch niemanden daran hindern für eine Bewerbung förderliche Sachen von sich im Internet zu verbreiten.

Bezüglich meiner Partyfotos muss ich Sie leider enttäuschen. Feten und Feiern gehören zu meinem Privatleben und das veröffentliche ich nicht im Internet! Und diese Bitte richte ich auch an meine Cousine 😉

Thomas



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