Die Zahl der Krankmeldungen in Deutschland ist nach 2007 auch im letzten Jahr wieder angestiegen, nachdem sie vor 2 Jahren noch auf dem niedrigsten Stand seit langem war.

Im Jahr 2008 waren die Erwerbstätigen durchschnittlich einen Vierteltag mehr krankgeschrieben als im Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Krankheitstage stieg im Vergleich zu 2007 um 0,27 auf 11,25 Tage (Studie der TK).

Grund hierfür sind vor allem die steigenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Diese verursachten im Schnitt 1,4 Krankheitstage – so viele wie noch nie. Mit über einem Drittel haben Depressionen besonders zugelegt, aber auch das Burn-out-Syndrom greift mehr und mehr um sich.

Sind die Zahlen der „üblichen Krankheiten“ wie Rückenschmerz, Muskel- und Skeletterkrankungen, Verletzungen, Atemwegserkrankungen und Erkältungen eher rückläufig, so nehmen die psychischen Störungen kontinuierlich zu. Lag deren Anteil an den Gesamtausfällen vor 30 Jahren noch bei 2%, so waren es 2006 schon 8,9%; Tendenz steigend.

Zu den am stärksten belasteten Berufsgruppen gehören nach der Studie des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen vor allem Sozialarbeiter, Krankenpfleger und Telefonisten.

Es bleibt abzuwarten wie sich das Krisenjahr 2009 auf die Zahl der Krankmeldungen auswirken wird. In der Vergangenheit sanken in Krisenzeiten die Krankmeldungen stets, da die Arbeitnehmer bei schwacher Konjunktur Angst um den Verlust ihres Arbeitsplatzes hatten.

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Montag, 23. März 2009 um 09:29 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Gesundheitsschutz, Wirtschaftskrise abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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