von Ines am 22.11.2012, 15:39 Uhr , Kategorie: Allgemein

Alle Jahre wieder suchen die meisten Chefs mit ihren Mitarbeitern das Gespräch, das sogenannte Mitarbeitergespräch. Der eine sieht darin eine konstruktive Chance für ein erfolgreiches Miteinander. Doch eben nicht jeder: 55 % der deutschen Arbeitnehmer lehnen Mitarbeitergespräche ab, weil sie diese als willkürlich und unverbindlich erleben. Das berichtet unter anderem das „Hamburger Abendblatt“ entsprechend dem Ergebnis einer Umfrage des Unternehmens Metaberatung unter 1100 Arbeitnehmern in Deutschland.

Es wurde von rund 61 % der Befragten bemängelt, dass Vorgesetzte die Mitarbeitergespräche oft als reines Pflichtprogramm durchziehen. Rund 79 % finden, dass die Gespräche nach dem „Einbahnstraßen-Prinzip“ geführt werden. Für sie wäre es wichtig, neben den eigenen Leistungen auch die der Führungskräfte in die Gespräche mit einzubeziehen. Ein weiterer Minuspunkt sei die mangelnde Verbindlichkeit, so die Umfrage. 47 % sind der Ansicht, dass diese Gespräche  zu nichts führen würden, da das dort Besprochene oft nach kürzester Zeit ohnehin wieder vergessen sei.

Die Kritik der Arbeitnehmer trifft einen wunden Punkt. Sie zeigt, wie laienhaft Mitarbeitergespräche in der deutschen Unternehmenspraxis häufig vorbereitet und durchgeführt werden„, sagt Dr. Rainer M. Neubauer, Geschäftsführer des Assessment-Spezialisten Metaberatung laut „Hamburger Abendblatt“. Um faire Beurteilungsgespräche zu gewährleisten schlägt er vor, dass künftig die Analyse und Einbeziehung individueller Persönlichkeitsmerkmale aufseiten der Führungskräfte und ihrer Mitarbeiter Dreh- und Angelpunkt sein sollte.

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Trotz aller Kritik sind 58 % der befragten Arbeitnehmer überzeugt, dass die Mitarbeitergespräche doch einen grundsätzlichen Nutzen haben. Denn: Es sei wichtig, regelmäßig mit dem Vorgesetzten Gespräche zu führen und Zielvereinbarungen festzulegen.

Bildquelle: © Gina Sanders – Fotolia.com



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