von Ines am 14.02.2011, 08:48 Uhr , Kategorie: Allgemein

Schicken Sie auch manchmal Mails mit pikantem Inhalt an Ihre Kollegen? Das kann ungeahnte Folgen haben. So hat , berichtet die Süddeutsche Zeitung, beispielsweise das Düsseldorfer Verwaltungsgericht das Betrachten einer Sex-Mail durch einen Beamten als Dienstunfall gewertet (23 K 2535/07). Folgendes war passiert: Ein Vorgesetzter schickte seinen Angestellten eine Mail mit erotischem Inhalt. Einer der Betrachter war so geschockt, dass er vor Gericht ging. Er hatte sich nach Anschauen der „abstoßenden Darstellungen weiblicher Geschlechtsorganenicht mehr wohl gefühlt und meldete den Vorgang als Dienstunfall, durch den er eine psychische Erkrankung davongetragen habe.

Ein Sachverständiger bestätigte später, dass der Beamte, verursacht durch die Bilder, an einer Zwangsstörung leide, die sich in Zwangsgedanken äußere. Das Gericht erkannte den Vorfall daher als Dienstunfall an. In der Konsequenz muss das Land Nordrhein-Westfalen nun für sämtliche Behandlungskosten und Spätfolgen aufkommen.

Leider ist nicht bekannt, was eigentlich mit dem Vorgesetzten passiert ist. Hat es für den irgendwelche Konsequenzen gegeben? Sollte sicher ein Witz sein, mit der E-Mail. Aber – auch wenn es auf den ersten Blick etwas überspitzt erscheint mit der Wertung als Dienstunfall – bei bestimmten Dingen, hört eben irgendwann der Spaß auf.

Ines



Dieser Beitrag wurde am Montag, 14. Februar 2011 um 08:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

2 Comments »

  1. Das erinnert mich irgendwie an diesen Fall hier 😉

    http://www.shortnews.de/id/796207/Lehrer-nach-Amoklauf-dauerhaft-dienstunfaehig-obwohl-er-gar-nicht-vor-Ort-war?offset=26

    Kommentar von: Heiner – am 14. Februar 2011 um 12:14

  2. Wäre gut zu wissen ob der Vorgesetzte die Verhaltensbedingte Kündigung bekommen hat?
    Ich als BR muss Sachverhalt Prüfen ob die Gründe ausreichend sind, Schauen wir mal!! ;-))

    Kommentar von: Heinrich – am 16. Februar 2011 um 15:44

Leave a comment