von Ines am 31.01.2011, 10:54 Uhr , Kategorie: Allgemein

Fast ein halbes Jahr nach seinem Verschwinden ist der Fall des 10-jährigen Mirco aus Grefrath nun aufgeklärt. Er wurde ermordet, weil der Täter wegen seiner Arbeit „gestresst“ gewesen war. Das Thema „Psychische Belastungen am Arbeitsplatz“ hat hier einen mehr als traurigen und beschämenden Höhepunkt erreicht.

Wie der Chefermittler der SoKo Mirco Ingo Thiel Ende letzte Woche der Presse mitteilte, wurde der Junge zufällig zum Opfer eines Mannes, der seinen extremen Frust über Ärger in der Arbeit abreagieren wollte. Er habe Stress mit seinem Chef gehabt, der ihn wegen einer Sache „zusammengefaltet“ habe. Im Anschluss an das Gespräch sei der 45-jährige Familienvater ziellos in der Gegend herumgefahren und habe ein Ventil für seinen Druck gesucht – jemanden, den er erniedrigen konnte, auf den er Druck und Macht ausüben konnte. In Grefrath stieß er dann auf Mirco.

Wie kann es so weit kommen? Angesichts dieser Meldungen breiten sich Hilf- und Fassungslosigkeit aus. Sicher sind Stress und Ärger am Arbeitsplatz nicht die alleinigen Gründe, warum ein Mensch einen anderen tötet. Man muss kein Psychologe sein, um das zu ahnen. Aber letztendlich kann es der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. So wird es wohl gewesen sein, im Fall von Mirco.

Ines



Dieser Beitrag wurde am Montag, 31. Januar 2011 um 10:54 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Und das, was Sie dort zu Papier gegeben haben, das glauben Sie
    verehrter Schreiber doch selbst nicht.

    1. Es handelt sich um ein zehnjähriges Kind als Opfer, das nach 20 Uhr
    ohne Aufsicht ist irgendwo auf freier Wildbahn. Danke liebe Eltern für ihr
    beispielhaftes Verhalten. Sie liebten Ihr Kind wirklich!
    Das Handy als Aufsichtsperson?! Das Kind war zehn und nicht vierzehn.
    Es gab mal eine Zeit, da war das etwas anders.

    2. Der Täter hat das Kind sexuell gequält nach „Stress mit dem Chef“.
    Besagter Täter ist nicht doof! Der kennt seinen Defekt genau.
    Der hat Monate darüber nachdenken können, was er bei der Festnahme
    sagt. Prima Irreführung.
    Wie defekt ist diese Gesellschaft eigentlich ?

    Kommentar von: Hans Müller – am 04. Februar 2011 um 13:23

  2. Was inzwischen schon von den Medien bestätigt wurde: Frust am Job/Chef war nicht der Grund für diese furchtbare Tat.

    Ein Freund von mir arbeitete in der Nachbarabteilung dieses Mannes. Es gab nie Probleme mit dem Chef, der Täter wurde vor kurzem sogar noch befördert.

    Es handelte sich daher um eine reine Schutzbehauptung – in heutigen Zeiten natürlich gern genommen…

    Kommentar von: Andrea Schäfer – am 24. Februar 2011 um 09:45

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