Die neue Familienpflegezeit nimmt ihren Lauf. Am 23. März 2011 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf von Familienministerin Kristina Schröder gebilligt. Nach dem neuen Gesetz sollen Beschäftigte, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, bis zu zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren dürfen, und das bei drei Viertel des Gehalts. Danach kehren sie Vollzeit in den Betrieb zurück und erhalten für den gleichen Zeitraum wie in der ersten Phase ebenfalls drei Viertel ihres Gehalts.

Organisationen wie der Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisieren die neuen Regelungen stark, da es keinen verbindlichen Rechtsanspruch geben soll. SoVD-Präsident Adolf Bauer dazu auf kobinet.de: „Der verabschiedete Gesetzentwurf wird das Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege nicht lösen, denn er sieht keinen Rechtsanspruch auf eine Familienpflegezeit vor. Solange diese Gretchenfrage in der Pflegepolitik nicht beantwortet ist, werden auch die aktuellen und anerkennenswerten Bemühungen der Bundesregierung scheitern. Zudem besteht die Gefahr, dass nur wenige Erwerbstätige von dem Gesetz profitieren. Denn der vorgesehene Gehaltsverzicht von bis zu 25 Prozent ist für viele Menschen nicht zu stemmen.

Das Gesetz soll nach Zustimmung von Bundestag und Bundesrat im Jahr 2012 in Kraft treten.

Peter

 



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 24. März 2011 um 10:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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