von Ines am 05.01.2012, 09:56 Uhr , Kategorie: Allgemein

Das ist auch mal wieder so eine Meldung, wo man nicht so recht weiß, was man davon halten soll. Laut einer Studie der Universität Tübingen wirkt sich Arbeitslosigkeit nicht nur auf die Betroffenen selbst aus, sondern auch auf die Größe ihrer Kinder. Das berichtet unter anderem die Allgemeine Zeitung.

Hierbei wurden die Daten von mehr als 250 000 Erstklässlern ausgewertet. Mit folgendem Ergebnis: Kinder, deren Vater oder Mutter keine Arbeit haben, sind im Schnitt 1,5 Zentimeter kleiner als ihre Altersgenossen. Der Tübinger Professor Jörg Baten führt das laut Pressebericht weniger auf das geringere Einkommen zurück, als vielmehr auf psychischen Stress und die Frustration arbeitsloser Eltern. Denn dies könne dazu führen, dass sie ihre Kinder vernachlässigen. Grundsätzlich legten gebildete Eltern mehr Wert auf eine gesunde Ernährung und medizinische Vorsorge. Was dazu führe, dass sich der Nachwuchs besser entwickeln und größer werden kann.

Weitere Ergebnisse der Studie: Kinder von Alleinerziehenden sind nicht kleiner als der Nachwuchs, der bei beiden Elternteilen aufwächst. Positiv auf die Größe wirkt sich dagegen aus, wenn drei oder mehr Erwachsene im Haushalt leben, z.B. die Großeltern.

Ines H.

 

Bildrechte: © dekanaryas – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 05. Januar 2012 um 09:56 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Mit fallen spontan zwei Gründe ein, die zu diesem statistischen Ergebnis geführt haben könnten (genauso wenig wissenschaftlich hinterlegt wie die kurze Zusammenfassung der Studie):

    1. Ist vielleicht der Anteil der südländischen und osteuropäischen Migranten unter den Arbeitslosen höher als im Durchschnitt der Bevölkerung? Diese sind i.d.R. kleiner gewachsen als viele Mitteleuropäer.

    2. Gibt es möglicherweise unter den (Langzeit-)Arbeitslosen eine höhere Quote an Rauchern? Sowohl der Zigarettenkonsum der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit als auch eigener Zigarettenkonsum von Kindern und Jugendlichen wirken sich sicherlich nicht unbedingt förderlich auf das Wachstum aus.

    Sollten diese und weitere Kriterien in der Statistik berücksichtigt worden sein, ist das Ergebnis in der Tat bemerkenswert.

    Kommentar von: Kirsten – am 16. Januar 2012 um 13:48

  2. Was fehlt ist die Signifikanz der Ergebnisse. Also die Frage: Wie stark streut die Größe von Kindern insgesamt bzw. im Verhältnis zu den 1,5 cm, die die Forscher festgestellt haben? Dem Kommentar von Kirsten kann ich ebenfalls nur voll zustimmen, eine gute Statistik sollte alle Einflussfaktoren untersuchen, sonst gibt es die blödesten Schlussfolgerungen.

    Kommentar von: Hermann – am 20. Januar 2012 um 10:50

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