von Ines am 09.05.2011, 08:26 Uhr , Kategorie: Allgemein

Irgendwie ist kein Ende in Sicht: Die Gewerkschaften streiten sich schon eine gefühlte Ewigkeit mit Schlecker. Weil sie Namenslisten führt, ist die Drogeriemarkt-Kette Schlecker aktuell stark in der Kritik. Die Gewerkschaft Ver.di ist in Hab-Acht-Stellung und sieht darin ein Mittel, sich von missliebigen Mitarbeitern trennen zu können. Das berichtet kürzlich der Focus.

Nach Ansicht von Ver.di verstößt die Drogeriemarkt-Kette mit ihren Mitarbeiterlisten, die leider trauriger Alltag sind, zwar nicht gegen das Recht, aber gegen den Anstand. Schlecker selbst leugnet das Vorhandensein dieser Listen nicht und gibt als Grund dafür die Beurteilung von Beschäftigten an. Die Gewerkschaft sieht dahinter jedoch den Versuch, unter zweifelhaften Begründungen Mitarbeiter loszuwerden, die dem Management ein Dorn im Auge sind. Auffallend sei vor allem, dass hauptsächlich Betriebsratsmitglieder sowie ältere, gut bezahlte Arbeitnehmer auf den Listen stehen. „Das ist moralisch höchst bedenklich. Das hat nichts mit Mitarbeiterführung zu tun“, sagte der Ver.di-Landesfachbereichsleiter Handel, Bernhard Franke dem Magazin.

Auch nach Meinung von Betriebsräten markiert die Kennzeichnung der Namen mit zwei Daten den Zeitpunkt, zu dem ein Mitarbeiter in Ungnade des Schlecker-Managements geraten sei, sowie das Datum eines erhofften Austritts aus dem Unternehmen. Die Drogeriemarkt-Kette selbst beteuert, es gehe um „eine systematische Beurteilung wie in vielen Unternehmen“, wobei die zweite Zahl in den Listen das Datum der Wiedervorlage angebe. Es werde außerdem „ein guter wie kooperativer Umgang mit Mitarbeiter wie Arbeitnehmervertretern“ gesucht.

Nach diesem Bericht stellt sich wieder einmal die Frage: Sind bei Schlecker nicht nur die Produkte, sondern auch Teile der Unternehmensphilosophie billig?

Ines



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