von Ines am 07.08.2006, 16:21 Uhr , Kategorie: Allgemein

CDU-Generalsekretär Ronald Profalla hat sich dafür ausgesprochen, dass erwachsene Kinder verpflichtet werden sollen, für ihre arbeitslosen Eltern Unterhalt zu zahlen. Genannt wird so etwas schlicht „Verantwortungsgemeinschaft?. ?Angehörige sollen stärker für einander eintreten müssen?, so Profalla. 

Ein solcher Zusammenhalt ist ja grundsätzlich auch in Ordnung. Aber dieses ?müssen? stört hier irgendwie. Was soll der Generation der heute knapp über 30-Jährigen eigentlich noch alles zugemutet werden? Für was sollen wir denn noch Geld zur Seite legen? Für unsere Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, arbeiten sollen wir bis 67 und jetzt müssen wir auch noch eine Versicherung abschließen für den Fall, dass unsere Eltern arbeitslos werden? Man bekommt schon ein wenig den Eindruck, dass jetzt (erwachsene) Kinder zur Sanierung der staatlichen Sozialsysteme herangezogen werden sollen. 

Oder ist es so, dass es sich hier lediglich um einen gerechten Ausgleich handelt? Schließlich investieren Eltern ja auch jahrelang in ihre Kinder und unterstützen sie. Sollte es da nicht umgekehrt genauso sein, wenn doch die finanziellen Mittel bei den Kindern da sind? Was meint Ihr dazu? 

Ines 



Dieser Beitrag wurde am Montag, 07. August 2006 um 16:21 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Nun, prinzipiell spricht natürlich nichts gegen eine Unterhaltspflicht der Kinder gegenüber den Eltern. Bloß die Frage ist doch:
    Wer finanziert dann die Kinder der Kinder?
    Ãœberall wird über den demographischen Faktor gejammert, und dass es zu wenig Kinder gibt. Nur wer kann sich denn im Extremfall gleichzeitig den Unterhalt der Eltern und der Kinder leisten? Da muss man schon extremst gut verdienend sein….
    Für mich ist so etwas theoretisch nur denkbar, wenn man nur Kinderlose zur Unterhaltspflicht gegenüber den Eltern heranzieht.
    Ansonsten wäre das mal wieder ein Schuss ins Knie der sowieso schon arg gebeutelten Generation der jetzt arbeitenden und liefe wieder auf eine weitere BE- statt Entlastung der sozialen Systeme heraus….

    Kommentar von: Alex – am 08. August 2006 um 13:38

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