Mitarbeiterumfragen sind ein geschätztes und häufig eingesetztes betriebliches Instrument. Ihr Ziel ist es, die Arbeitssituation zu verbessern und die Zufriedenheit bzw. das Engagement der Mitarbeiter zu steigern. Doch nicht immer resultieren die Ergebnisse am Ende auch in konkreten Maßnahmen, sondern bleiben ungenutzt in der Schublade. Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Umfrage von YouGov, einem international tätigen Institut für Marktforschung, Organisationsforschung und Beratung mit Sitz in Köln. Befragt wurden 916 Arbeitnehmer.

Die große Mehrheit der Arbeitnehmer (87 %), die an einer Mitarbeiterbefragung teilgenommen hat, wurde im Nachgang über die Befragung zwar informiert. Doch auf die Frage, ob im Zuge der Mitarbeiterbefragung konkrete Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich umgesetzt wurden, gab fast jeder Zweite (47 %) an, dass dies nicht der Fall ist. Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass sich aus Sicht von mehr als jedem zweiten Arbeitnehmer (54 %) keine positiven Veränderungen nach der Mitarbeiterbefragung feststellen lassen.

Schade, dass die auf diese Art und Weise gewonnenen, wertvollen Ergebnisse teilweise gar nicht genutzt werden. Die Gründe dafür, warum der wichtigste Teil der Mitarbeiterbefragung – die Umsetzung konkreter Maßnahmen – häufig vernachlässigt wird, werden in der Pressemitteilung nicht genannt. Mögen es fehlende Personalressourcen, zu hohe Kosten, mangelnde Planung, Vorbehalte der Belegschaft oder was auch immer sein. Eins steht fest: Es lohnt sich, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Denn, zum Vergleich:  Immerhin haben mehr als drei Viertel der Arbeitnehmer (76 %) eine positive Veränderung erlebt, wenn nach der Durchführung der Mitarbeiterbefragung konkrete Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich ergriffen wurden. Daran sieht man: Da geht was!

Übrigens: Planen Sie als Betriebsrat in Ihrem Betrieb eine Mitarbeiterumfrage? Wollen Sie wissen, was bei Ihren Kolleginnen und Kollegen wirklich los ist und welche Probleme gelöst werden müssen? Dann machen Sie sich schlau – am besten hier.

Bildquelle: © bluebat – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 17. Dezember 2013 um 15:54 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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