von Peter am 04.03.2011, 13:15 Uhr , Kategorie: Allgemein

Der Ehrliche ist immer der Dumme, heißt es oft. Aber ist das wirklich so? Na gut, der Ehrliche zieht oft den Kürzeren, aber der Dumme ist er deswegen noch lange nicht! Und dass „Schummeln“, wie man Betrug neuerdings gerne umschreibt, zwangsläufig zum Erfolg führen muss, stimmt offenbar auch nicht mehr. Was in der Politik nicht mehr zu funktionieren scheint, sollte man tunlichst auch aus dem normalen Leben verbannen. Wie sieht es denn zum Beispiel mit der Schummelei bei beruflichen Bewerbungen aus?

Guttenberg hat es in seinem Lebenslauf vorgemacht: Auf seiner Webseite liest man, er sei „freier Journalist bei der Zeitung DIE WELT“ gewesen. Auf deren Webseite wiederum wird in einem Beitrag erwähnt, der Baron habe einmal ein Praktikum im Politikressort absolviert. Also bitte: Zwischen einem freien Journalisten und einem Praktikanten ist in der Welt des Journalismus aber ein gewaltiger Unterschied. Hier wurde also, nennen wir es mal geschummelt. Nicht furchtbar schlimm, wie wir finden, aber auch nicht in Ordnung. Und auf keinen Fall vorbildlich. Was bedeutet das nun für denjenigen, der sich bei einem Unternehmen bewirbt und in seinen Bewerbungsunterlagen ganz einfach nur in einem gutem Licht präsentieren will?

Wie sehr darf man die eigene Vita aufmotzen“ lautet ein neuer Artikel auf Zeit Online. Es geht um die Frage des Selbstmarketings: Wie weit kann man es treiben, wie weit darf man gehen? „Aufhübschen“ sei schon noch ok, meint Personalberater Thomas Pütz aus Düsseldorf. Er mahnt jedoch zur Vorsicht: Wer es übertreibt, riskiere seinen Job! Falsche Angaben können, je nachdem wie schwerwiegend sie seien, eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. Und wenn eine Firma einen Mitarbeiter irgendwann mal billig loswerden will, lohne sich für den Arbeitgeber unter Umständen ein Blick in die damals eingereichte Bewerbungsmappe. Wobei der Grat hier sicher oft schmal sein wird. Als Bewerber sollte man sich sowieso imer vor Augen halten: Erfahrene Personalchefs sind nicht doof. Sie haben einen scharfen Blick für die typischen Graubereiche in einer Bewerbung! Mit plumpen Aufhübschungsversuchen hat man bei Profis hier keine Chance. Und im Zweifel ist man schneller durchgesiebt als man schauen kann und weiß am Ende nicht mal warum.

Peter



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