von Peter am 28.03.2011, 15:19 Uhr , Kategorie: Allgemein

Manche Wörter haben es echt in sich: Entweder man versteht sie nicht oder man darf Sie auf gar keinen Fall in den Mund nehmen. Der erste Fall wird in deutschen Unternehmen zumeist völlig unkritisch gesehen. Ganz im Gegenteil: Je unverständlicher sich jemand ausdrücken kann, desto pauschaler wird er im Stillen bewundert. Verpönte Anglizismen? Pah, sicher nicht im kontrollierten Normalbetrieb. Sagt einer was, das man nicht versteht, gerät man immer eher noch als Empfänger in Nöte, weniger als Sender. Nachfragen, was der Ausdruck bedeutet? Zumal wenn Dritte anwesend sind?? Sich vielleicht dadurch eine Blöße geben??? Nein danke. Sie wissen sicher, was ich meine.

Ganz anderes dagegen die Ausdrücke, die man niemals sagen darf! Um Enttäuschungen gleich vorzubeugen: Es geht hier nicht um den Bereich der Kraftwörter, die manch eine Kollegin oder vielleicht sogar einen Kollegen immer noch erröten lassen. Nein, Harald Freiberger stellt in seinen „Führungsspitzen“ der Süddeutschen Zeitung einem ganz anderen Wort nach: Dem sogenannten PROBLEM. Denn irgendwann einmal scheint ein Kommunikationsmeister in einem Rhetorik-Seminar für Führungskräfte in Umlauf gebracht zu haben, dass dieses P-Wort ab sofort als absolut verpönt zu gelten hat. Begründung: Zieht die Leute runter, weil es negativ klingt und zeigt zudem an, dass etwas nicht richtig läuft (der GAU für jeden Abteilungsleiter). Wer genauer wissen möchte, warum eine derartige Einstellung in der Herangehensweise an dieses Thema eine erneute und weitere Herausforderung darstellt und warum wir viele Wörter in diesem Artikel gar nicht so unabsichtlich ausgewählt haben, der sollte hier zum Original weiterklicken.

Peter



Dieser Beitrag wurde am Montag, 28. März 2011 um 15:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Das Problem mit dem PROBLEM kenne ich leider persönlich.
    Mit der Anwendung dieses Wortes vebindet sich nicht nur das Aufzeigen eines Mangels, sondern auch die Möglichkeit Lösungen für diesen Mangel in größerer Runde zu finden.

    Wenn dies nicht gewollt ist, dann wird nur zu gerne darauf herumgeritten doch bitte den Begriff HERAUSFORDERUNG zu nutzen.
    Dieser Begriff überspringt allerdings die PROBLEManalyse und springt gleich zur Lösung des Mangels. Ist die Lösung aber nicht trivial, das wird vorausgesetzt, da man sonst diesen Mangel nicht angesprochen hätte, dann bringt die HERAUSFORDERUNG den Magel wieder zurück zu dem PROBLEMmelder, der der HERAUSFORDERUNG nicht gewachsen ist.

    Das macht man nur einmal, danach hält man sich mit den PROBLEMmeldungen zurück, zumindest solange, bis das PROBLEM zur HERAUSFORDERUNG eines Anderen wird.

    Kommentar von: Problem – am 28. März 2011 um 17:55

  2. Bei uns heisst das „problem“ inzwischen
    „POTENTIAL“

    Kommentar von: silver – am 04. April 2011 um 07:55

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