Wer gerade zum Fenster hinausschaut, kann sich kaum vorstellen, dass dieses Land überhaupt schon mal den Sommer gesehen hat. Doch dann kommen sie wieder, diese quälend heißen Tage. Tage, an denen man sich den Regen herbeisehnt, an dem keine noch so funktionstüchtige Kleidung diese ekligen, nassen Ränder unsichtbar machen kann, Tage, an  denen spätestens um zwölf Uhr Eiscafes, Badeseen und Freibäder übervoll mit Schülern sind – HITZEFREI! Es sind diese Tage, an denen man zu allem Lust hätte, nur nicht ins Büro zu gehen, denn „Hitzefrei“ ist für die meisten Berufstätigen ein Fremdwort. Doch: Gibt es wirklich keine Möglichkeit, sich gegen 30°C im Büro zu wehren und dem
Schweißtreiben ein Ende zu setzen? Ventilatoren, eisgekühlte Coca–Cola oder gar ein Eis am Stiel – alles könnte den Hitzefrust ein wenig erträglicher machen. 
Nur gesetzlich verpflichtet ist der Arbeitgeber leider zu rein gar nichts.
Ab 26 °C sollte er laut Arbeitsstätten-Richtlinie für Abhilfe sorgen. „Sollte“, wohlgemerkt, und in welcher Form dies dann geschieht ist allein Chefsache. Allerdings verpflichtet das Arbeitsschutzgesetz den Arbeitgeber, seine Arbeitnehmer vor Gesundheitsgefahren zu schützen. Und auch zur Fürsorgepflicht nach dem BGB zählt, die Arbeitsräume so einzurichten, dass die Beschäftigten vor Gesundheitsgefahren geschützt sind. Relevanz hat dies aber nur, wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise kreislaufbedingt vom Stuhl kippt. Denn wenn der Arbeitgeber keine Vorkehrungen getroffen hat, kann er eher haftbar gemacht werden. Es muss also, wie immer, erst etwas passieren.

Drum helfe sich wer kann: Erfrischende Fußbäder, ein Ventilator am Hütchen und luftdurchlässige Kleidung kann sich jedermann und jede Frau selbst besorgen. Doch darf dabei natürlich der Business –Knigge nicht aus den Augen verloren werden: Bestrumpfte Männerfüße in Sandalen und dazu eine schicke kurze Hose- das ist auch bei 50°C tabu.

Ach, vielleicht sollten wir uns doch an Sieben-Tage-Regenwetter gewöhnen. Manche Probleme lösen sich dann ganz von selbst.

 

Iris



Dieser Beitrag wurde am Montag, 14. Juli 2008 um 15:32 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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