von Thomas am 27.07.2009, 14:44 Uhr , Kategorie: Allgemein, ifb intern

Nun ist der Sommer endlich da und ich will mich nach den kalten und verregneten Tagen auch nicht beschweren…

Aber manchmal ist die Hitze im Büro einfach unerträglich! Laut Meteorologen haben wir gerade die „Hundstage“. Das sind in Deutschland die heißesten Tage im Jahr vom 23. Juli bis zum 23. August.

Besonders meine lieben Kolleginnen und Kollegen aus dem Dachgeschoss leiden unter den unnachgiebigen Sonnenstrahlen: Da helfen nur noch Ventilator, Eis und kühle Gedanken um den „Backofen Büro“ erträglicher zu machen.

Haben wir uns als Schüler noch über Hitzefrei freuen können, so ist uns das als erwachsenen Arbeitnehmern leider nicht mehr vergönnt. Nun ist Schwitzen angesagt!
Zwar hat der Arbeitgeber gegenüber seinen Arbeitnehmern eine „allgemeine Fürsorgepflicht“, eine Klimaanlage muss er deshalb aber nicht installieren.

Im Anhang 3.5 der Arbeitsstättenverordnung heißt in Absatz 1 zur Raumtemperatur nur:

„In Arbeits-, Pausen-, Bereitschafts-, Sanitär-, Kantinen- und Erste-Hilfe-Räumen, in denen aus betriebstechnischer Sicht keine spezifischen Anforderungen an die Raumtemperatur gestellt werden, muss während der Arbeitszeit unter Berücksichtigung der Arbeitsverfahren, der körperlichen Beanspruchung der Beschäftigten und des spezifischen Nutzungszwecks des Raumes eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur bestehen.“

Bis eine Temperatur allerdings gesundheitsschädlich ist, muss das Quecksilber schon kräftig ansteigen. Kurz gesagt: auch bei 35 Grad müssen wir Arbeitnehmer unsere Arbeit verrichten – wenn auch stark schwitzend!

Arbeitnehmer, die wegen der Hitze einfach nach Hause gehen, müssen damit rechnen, eine Abmahnung oder gar eine fristlose Kündigung wegen Leistungsverweigerung zu erhalten. Der Grund: Wann die Temperaturen wirklich unzumutbar sind, bemisst sich nach objektiven Kriterien. Das Risiko einer Fehleinschätzung liegt damit allein beim Arbeitnehmer.

Lediglich Schwangere oder stillende Mütter, können besondere Schutzmaßnahmen einfordern. Voraussetzung: Sie legen ein ärztliches Attest vor, das die Einhaltung bestimmter Raumtemperaturen fordert. Kann der Arbeitgeber das nicht ermöglichen, haben die Betroffenen Anspruch auf Beschäftigung an einem anderen Ort oder sogar Freistellung.

Schlagen Sie ihrem Chef doch mal vor, dass er eine Runde Eis ausgibt: ich versuch´s auch!

Thomas



Dieser Beitrag wurde am Montag, 27. Juli 2009 um 14:44 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, ifb intern abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Wir haben im Büro jetzt schon einfach ein bisschen ein im Kühlschrank gelagert, dass ist echt klasse.

    Kommentar von: Babomba – am 03. August 2009 um 12:40

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