Unternehmen finden hierzulande offenbar immer neue Tricks, um Billiglöhne zahlen zu können. Nachdem der Gesetzgeber tätig wurde, um den Mißbrauch der Leiharbeit einzudämmen („equal pay„), hat sich nun ein neues Modell branchenübergreifend etabliert, mit dem die Löhne auch weiterhin niedrig gehalten werden können: Die Scheinwerkverträge!

Dabei werden Werkverträge und Leiharbeit miteinander kombiniert. Wichtig: Bei einem Werkvertrag findet das equal pay-Prinzip, also „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, keine Anwendung. Wie das Modell genau funktioniert, hat das ARD-Magazin „Monitor“ vor kurzem in einem TV-Beitrag dargestellt. Zu Wort kommen dabei auch Gewerkschafter Rudi Lutz von der IG Metall aus Nürnberg, Siemens-Betriebsrat Rainer Tomaschko sowie Arbeitsrechts-Professor Peter Schüren von der Uni Münster.

Hier klicken, um zur Monitor-Webseite mit dem Video zu kommen

Link zu einer IG Metall-Webseite, die ebenfalls über das Thema „Scheinwerkverträge“ berichtet



Dieser Beitrag wurde am Montag, 06. Februar 2012 um 11:59 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Werkverträge und Leiharbeit miteinander kombinieren ist in meinen Augen nur noch Abzocke . Die Geschäftsführe sehen nur noch das $ -Zeichen in ihren den Augen, die Armut ihrer Angestellten können sie dann nicht mehr sehen. Leihfirmen sind wie Unkraut aus den Boden geschossen und es gibt kein Mittel die zubekämpfen .

    Mit freundlichen Grüssen

    Ein Leiharbeiter

    Kommentar von: Günter Rudloff – am 18. Februar 2012 um 20:17

  2. Die Ursprungsidee Leiharbeit zu nutzen war, Arbeitsspitzen in Firmen zu überbrücken. Doch Heutzutage werden viele, vor allem einfache Tätigkeiten an Zeitarbeitsfirmen outgesourst. Es gibt kaum mehr eine Firma die nicht auf Zeitarbeit verzichtet. Für wenig Geld, kann man gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte bekommen.
    Und das schlimme an der Tatsache ist, das die befristete Einstellung Zeitarbeitskräften in vielen Betrieben bereits zur firmenpolitischen Strategie gehört.
    Solche befristeten Arbeitsplätze bieten leider kaum berufliche Perspektiven. Die Vertragsdauer ist relativ kurz, so dass die Arbeitgeber flexibel gestalten und handeln kann.
    50 % aller Leiharbeitsverhältnisse dauern keine 3 Monate. Hinzukommt, dass ein Beschäftigter in einem befristeten Arbeitsverhältnis flexibler zu führen ist.

    Kommentar von: Leiharbeit Blog gegen soziale Ungerechtigkeit – am 11. März 2012 um 15:08

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