von Renate am 27.01.2011, 21:12 Uhr , Kategorie: Allgemein

Betriebssport ist wieder in, so berichtet ein Artikel in Zeit online. Gut so, denn die Quote der Arbeitnehmer, die eine körperliche Tätigkeit verrichten, liegt in Deutschland gerade mal bei 10 %, der Rest arbeitet mehrheitlich im Sitzen. Kein Wunder also, dass Rückenschmerzen und Verspannungen oft zum Arbeitsalltag gehören wie die Mittagspause und der Urlaub. Da viele von uns ja nun auch länger fit bleiben müssen (Stichwort: Verlängerung der Lebensarbeitszeit), liegt es nicht nur im Interesse der Arbeitnehmer selbst, sondern auch der Arbeitgeber, dass die Angestellten möglichst lange gesund und leistungsfähig sind. Also auf zum Yoga, zur Aqua-Gymnastik, Nordic Walking oder zum Stepptanz – Fitnesstrainer und Gesundheitsberater bieten alle möglichen Arten von Betriebssport an. Und der hat Untersuchungen zufolge jede Menge positiver Auswirkungen: Der Krankenstand sinkt, die Arbeitnehmer sind belastbarer, das Betriebsklima wird besser und die Motivation steigt. Außerdem ist es gut für’s Image des Unternehmens.

Bei fehlenden passenden Räumlichkeiten können Sportvereine oft aushelfen und Krankenkassen oder Physiotherapeuten bieten Beratungen an. Kleinere Unternehmen können sich auch zusammenschließen, so werden beispielsweise Raummieten günstiger und die Organisation kann aufgeteilt werden. Die Initiative zur Einführung des gemeinsamen Schwitzens kann vom Chef selbst kommen, aber auch von der Personalabteilung oder dem Betriebsrat.

Arbeitsrechtlich ist zu beachten, dass der Betriebssport freiwillig ist. Außerdem gilt er nicht als Arbeitszeit, auch dann nicht, wenn er während der Arbeitszeit stattfindet, das heißt, die Zeit muss entsprechend nachgearbeitet werden. Es sei denn, es ist etwas anderes mit dem Arbeitgeber vereinbart. Die teilnehmenden Mitarbeiter sind während des Betriebssports über die Berufsgenossenschaft versichert, allerdings gilt das nicht für Sportarten mit Gegner oder wenn der Wettkampfcharakter überwiegt. Der Sport muss mindestens einmal im Monat stattfinden und versichert sind auch nur die Mitarbeiter, nicht etwa auch Angehörige oder Freunde. Übrigens gilt der Schutz auch für den Weg zum Sport sowie das Umkleiden. Nicht mitversichert ist jedoch der Gang in die Kneipe zum gemeinsamen Belohnungsgetränk.

Renate



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