von Ines am 29.08.2012, 09:51 Uhr , Kategorie: Allgemein, Mobbing

Nie war diese Zahl höher als heute. Mobbing verursacht nicht nur erhebliche gesundheitliche Beschwerden und persönliche Probleme bei dem Betroffenen, sondern auch hohe Kosten für das Unternehmen, in dem gemobbt wird. Experten halten die nicht-schlafende Konkurrenz und das immer rauer werdende Betriebsklima infolge des wirtschaftlichen Drucks auf viele Betriebe für hauptverantwortlich. Das berichtet die Techniker Krankenkasse in einer Pressemitteilung bezüglich einer europaweiten Studie von Eurofound.

Der zielgerichtete Terror kann zwischen Kolleginnen und Kollegen stattfinden, von Vorgesetzten ausgehen oder von Mitarbeitern, die ihre Chefs mobben. In etwa der Hälfte aller Fälle, so der Mobbingbericht der Bundesregierung, sind Vorgesetzte an diesen Prozessen beteiligt (wir berichteten). Wer gemobbt wird, leidet körperlich und psychisch. Am Anfang reagieren die Betroffenen mit Beschwerden wie Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Verspannungen auf den Stress. Im fortgeschrittenen Mobbingstadium können dann ernsthafte Erkrankungen hinzukommen wie etwa Migräne, Angstzustände, Tabletten- oder Alkoholabhängigkeit, Depressionen und Herz-Kreislauf-Probleme.

Nicht selten sind Betriebsräte aufgrund ihrer Vertrauensstellung die ersten, die von einem Mobbing-Fall im Betrieb erfahren. Jetzt sind rechtliches Know-how, starke Motivation, und jede Menge Sozial- und Beratungskompetenz gefragt. Seminare rund um das Thema Mobbing sind geeignete Maßnahmen, diese Fähigkeiten und Kenntnisse zu erwerben. Und: Hier erhalten sowohl Betroffene als auch Unterstützer die Zuversicht: Gegen Mobbing lässt sich wirklich etwas unternehmen.

Bildquelle: © gradt – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 29. August 2012 um 09:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Mobbing abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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4 Comments »

  1. Hallo an alle!

    Leider sind die Zahlen, die die TK vorlegt, für mich nicht sonderlich aussagekräftig. Das Studiendesign war nicht dazu angetan, echte Mobbing-Fälle von „gefühlten“ zu unterscheiden. Auch wurden die Kriterien für die Definition von Mobbing nicht austeichend berücksichtigt.

    Mag sein, dass es jetzt schon zwei Millionen sind, aber mit dieser Untersuchung ist das nicht belegbar.

    Ich habe hier was dazu geschrieben:

    http://www.blog.drteuschel.de/wordpress/neue-zahlen-fuer-mobbing-leider-nein/

    Herzliche Grüße ans ganze Team!

    Peter Teuschel

    Kommentar von: Peter Teuschel – am 29. August 2012 um 14:10

  2. Die Hälfte aller Mobbing-Opfer erkranken

    Mobbing reicht von Anschreien, Telefonterror, Drohungen und Redeverbot bis zu sexueller Belästigung und körperlicher Gewalt. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund werden jeden Tag mehr als 1,6 Millionen Arbeitnehmer gemobbt. Fast die Hälfte aller Mobbing-Opfer am Arbeitsplatz erkranken infolge des Mobbings.

    „Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein/ 09.08.2012:

    „Mobbing ist eine besonders perfide Form der Gewalt, die langfristige Folgen für die Opfer hat. Schleswig-Holstein hat deshalb einen landesweiten Anti-Mobbing-Tag ausgerufen, an dem jährlich rund um den 2. Dezember Aktivitäten der verschiedensten Akteure gegen Mobbing in der Schule und im Internet gebündelt werden. Das Sozialministerium unterstützt die Prävention von Mobbingaktivitäten mit dem Ziel, dass Kinder und Jugendliche nicht Opfer von Mobbing werden, nicht als Täter aktiv werden oder als sogenannte Bystander dem Mobbing zuschauen, ohne für das Opfer einzustehen.

    Mehr unter: http://www.mobbing-web.de

    MfG

    Klaus-Dieter May
    Pro Fairness gegen Mobbing

    Kommentar von: Klaus-Dieter May – am 29. August 2012 um 19:24

  3. Was ich vermisse, ist eine Auflistung von Firmen, die systematisch Mobbing gegen Ältere betreiben. Diese Firmen, haben sich bis 2005 (ein Jahr vor dem AGG) auch noch in der Presse ihrer jungen Belegschaft gerühmt. Diese Firmen ekeln Mitarbeiter ab dem erreichen einer bestimmten Altersgrenze (45,50,55) raus und jammern gleichzeitig über den Fachkräftemangel. Und um diesem Mobbing einhalt zu gebieten, möchte ich vorschlagen, Ross und Reiter beim Namen zu benennen, analog zu den einschlägig benannten Discountern. Wenn ich als über 50ig jähriger weiß, diese Firma mobbt Mitarbeiter ab einem bestimmten Lebensalter, warum sollte ich dann bei denen Kunde sein? (Wenn ich selbst in dieser Altersklasse bin)

    Kommentar von: Fabian – am 29. August 2012 um 21:01

  4. ePetition: Anti-Mobbing-Tag

    Seit dem 16.08.2012 Tage an befindet sich für 6 Wochen unsere Petition „Anti-Mobbing-Tag/Aktionstag gegen Mobbing“ (Aktenzeichen L18/160) in der Mitzeichnungsfrist und kann von allen Bürgerinnen und Bürgern der Bundesrepublik Deutschland und weltweit durch Mitzeichnung unterstützt werden: http://tinyurl.com/csrngyu

    Bitte unterstützen und mitzeichnen

    Kommentar von: Klaus-Dieter May – am 30. August 2012 um 05:29

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