von Peter am 06.02.2009, 14:57 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Hartz IV, Teilzeit

Aktuell gibt es 1,35 Millionen Erwerbstätige, die in ihrem Beruf so wenig verdienen, dass sie zusätzlich auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. Man spricht hier von Aufstockern.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fand nun in einer Studie heraus, dass die niedrigen Löhne selbst nur selten die eigentliche Ursache der Bedürftigkeit sind. Beim Großteil ist der Faktor Arbeitszeit entscheidend: denn mehr als die Hälfte der Betroffenen ist weniger als 15 Stunden pro Woche beschäftigt.

Woran liegt das? Bei den meisten scheitert eine längere Arbeitszeit an gesundheitlichen Problemen, mangelnder Berufsausbildung, vor allem aber an fehlender Kinderbetreuung. So haben etwa Alleinerziehende ein Riesenproblem damit, dass es für drei Viertel der Schulkinder keine Nachmittagsbetreuung gibt. Eine Erhöhung der Arbeitszeit ist ihnen somit kaum oder nur sehr schwer möglich. Ohne eine massive Ausweitung der Ganztagsbetreuung wird sich hier auch weiterhin nichts wesentlich ändern. Nichts Neues also.

Peter



Dieser Beitrag wurde am Freitag, 06. Februar 2009 um 14:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsmarkt, Hartz IV, Teilzeit abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

1 Kommentar »

  1. Ein wahres Wort!

    Ich bin selbst Mutter und stehe vor diesem Problem. Ich muss zwar nicht durch Hartz IV unterstützt werden, aber ich kann meine Teilzeit nicht erhöhen bzw. Vollzeit arbeiten, weil ich keine bezahlbare Kinderbetreuung für mein Schulkind finde bzw. gar nicht weiß wie ich 12 Wochen Ferien zzgl. der anderen Ausfalltage organisieren soll.

    Das Betreuungsangebot mancher Kommunen muss dringend ausgebaut werden.

    Kommentar von: Gabi – am 10. Februar 2009 um 15:54

Leave a comment