von Peter am 08.10.2010, 13:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Höchste Flexibilität – das ist es, was den Premium-Arbeitnehmer heutzutage angeblich besonders auszeichnet. Im Klartext: Häufiger Wechsel des Arbeitgebers als A und O. Heute hier, morgen dort. Das muss so sein, weil es der moderne Arbeitsmarkt erfordert. Dazu passen jedoch diese neuen Zahlen des IAB-Institutes überhaupt nicht: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Arbeitsagentur für Arbeit vermeldet, dass die durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit von Arbeitnehmern in Deutschland bei 10,8 Jahren liegt. In anderen europäischen Ländern sei dies ähnlich. Ein allgemeiner langfristiger Abwärtstrend ist nicht erkennbar. Auch von einem „Turbo-Arbeitsmarkt“ kann laut IAB keine Rede sein. Alles in Butter also? Bilden wir es uns vielleicht nur ein, dass es immer mehr befristete und kurzfristige Arbeitsverhältnisse gibt? Auf diese Frage hat das Institut vorsorglich eine Antwort parat: Tatsächlich spreche das subjektive Empfinden gegen das festgestellte Ergebnis. Die Forscher erklären das damit, dass die Beschäftigten durch die Arbeitsmarktreformen „verunsichert“ seien.

IAB-Studie zum Herunterladen (pdf-Datei, 517kb)

Peter



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