von Ines am 02.01.2015, 15:11 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Rente

Rente mit 63 ist für viele ein Traum – doch es geht auch anders. Da gibt es nämlich noch den anderen Teil der Arbeitnehmer, denen das viel zu früh ist. Die können und wollen arbeiten bis es quasi nicht mehr geht – dürfen aber nicht, weil sie mit 67 gehen müssen. Doch ein nach beiden Seiten flexibler Ausstieg aus dem Erwerbsleben in die Rente ist gar nicht so unrealistisch. Beschäftigte, die fit sind, sollten die Möglichkeit haben, länger arbeiten zu können, so der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise. Er plädiert angesichts des Fachkräftebedarfs in Deutschland für eine freiwillige Rente mit 70 Jahren und für entsprechende Angebote, um dieses Modell reizvoll zu machen. Das berichtet unter anderen die Süddeutsche Zeitung.

Nach Meinung von Weise würde eine solche Möglichkeit dem Arbeitsmarkt sehr gut tun. Nicht nur dem Arbeitsmarkt! Sondern auch dem noch leistungsfähigen Einzelnen, für den seine Arbeit erfüllend und sinngebend ist.

Bildquelle: © contrastwerkstatt – fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Freitag, 02. Januar 2015 um 15:11 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsmarkt, Rente abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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3 Comments »

  1. Naja, wie immer fehlt die Hälfte der Wahrheiten bei den Angaben und Begründungen der Politiker und natürlich auch bei den Medien die den ganzen Prolog einfach abschreiben ohne journalistisch wenigstens ein paar Fragen aufzuwerfen.

    Die Rente mit 63 ist ja nur ein Jahr gültig, im nächsten Jahr sind es dann schon 63 Jahre und 2 Monate u.s.w., Ergo in 10 Jahren hat sich das Thema erledigt. Wollen wir wetten, dass es dann die Rente mit 70 immer noch gibt ?

    2. 180000 Anträge auf Rente mit 63 Jahren wurden gestellt, schreibt die Süddeutsche ? Na und, ist das etwa viel und 75 % davon hätten ihren Antrag wahrscheinlich auch gestellt wenn das Gesetz nicht in Kraft getreten wäre, und ausserdem, was bedeutet das schon.
    Die Kollegen die 1952 geboren wurden und jetzt mit 63 Jahren gehen haben in der Regel 48 Jahre gearbeitet.

    3. Die Rentenentscheidungen sind zu teuer – sagt man. Jetzt werden die Rentenabzuege vom Gehalt um 0,2% reduziert, wie vereinbart sich das alles ?

    Ich habe nichts dagegen wenn Kollegen bis 70 Jahren arbeiten wollen, allerdings kenne Ich keinen einzigen von meinen, seit 48 Jahren im Betrieb beschäftigten Kollegen, die das wollen.
    Ich möchte gerne mal wissen, wieviel das betrifft ? Aber wenn die dann weiter in die Rente einzahlen (was ich hoffe) und wenn das in 10 Jahren ebenfalls wieder zurückgenommen wird ?

    Von mir aus – macht nur !!

    Kommentar von: Jörgen Lach – am 05. Januar 2015 um 14:12

  2. Das ist doch heute schon auf freiwilliger Basis möglich. Anstatt einer freiwilligen Vereinbarung über Arbeiten bis zum Tod würde ich eine Verpflichtung aller Betriebe mit mehr als 30 Beschäftigten zur Ausbildung begrüßen. Es müssen drastische Strafen für Betriebe die nicht ausbilden eingeführt werden. Von mir aus können diese Strafen auch nach Größe der Betriebe gestaffelt werden.

    Kommentar von: Andreas Weierstall – am 06. Januar 2015 um 08:02

  3. Die Mehrheit der älteren AN die jenseits der Altersgrenze noch arbeiten sind finanziell darauf angewiesen. Entweder weil ihre eigenen Rentenansprüche im Alter nicht ausreichen oder Kinder sich noch in Ausbildung oder Studium befinden. Solange wir bei den jüngeren AN noch befristete (präkäre) Arbeitsverhältnisse vorfinden und sich Ausbildungsbetriebe ihrer Verantwortung nicht stellen halte ich von diesem Vorschlag gar nix. Herr Weise bedient hier die AG Seite er selbst hat wahrscheinlich durch seine Alimentierung als Beamter keinen Schimmer wie hoch die Rentenansprüche kommmender Generationen ausfallen werden. Wer 45 Jahre + X an Beitragsjahren aufweist soll doch bitte den Platz frei machen für die nachfolgenden Generationen. Solange wir selbst beim Mindestlohn von 8,50 den Untergang des Abendlandes hören ist dieser Vorschlag aus dem Mund von Herrn Weise eine Posse!

    Kommentar von: Hans Wesemann – am 07. Januar 2015 um 10:14

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