Die neue Bundesregierung plant Änderungen für Hartz IV-Empfänger. Im Gespräch sind neue Hinzuverdienstmöglichkeiten, eine Veränderung des Schonvermögens sowie angepasste Regelsätze. Heinrich Alt, Vorstand bei der Bundesagentur für Arbeit, hat nun in einem Interview mit der Zeitung Financial Times Deutschland davor gewarnt, dass sich die Zahl der Leistungsempfänger durch solche Maßnahmen im Ergebnis sogar „um Millionen“ erhöhen könne.

Bekanntlich erhalten nicht nur Langzeitarbeitslose Hartz IV-Leistungen, sondern auch solche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Einkommen so niedrig ist, dass sie zuschussberechtigt sind. Man spricht hier von den sog. Aufstockern. Davon gibt es derzeit rund 540.000! Für diese Menschen gelten die selben Hinzuverdienstmöglichkeiten wie für Arbeitslose. Verdienen sie zwischen 100 und 800 Euro im Monat, werden bislang 20 Prozent davon nicht auf die Leistungen angerechnet, also maximal 160 Euro. Änderungen an diesen Regelsätzen, wie zum Beispiel eine Erhöhung der Hinzuverdienstmöglichkeit könnten laut Alt gravierende Folgen haben: Die Zahl der Leistungsempfänger würde je nach Umfang der Erhöhung deutlich bis massiv ansteigen. Der Sinn des Ganzen, die Sozialkassen zu entlasten, würde sich dann  ins Gegenteil umkehren.

Peter



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 05. November 2009 um 17:32 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsmarkt, Hartz IV abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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