Im Schnellverfahren zum neuen Job! Was bei der Liebe funktioniert, könnte auch in der Jobsuche funktionieren – so lautet die Idee dieses neuen Konzepts. Nicht den Partner für´s Leben, sondern den Job für´s Leben finden. Warum nicht, dachte sich die Arbeitsagentur Potsdam und probierte laut Bericht der Süddeutschen Zeitung dieses Modell im vergangenen Sommer zum ersten Mal aus und brachte Bewerber und Firmen an einen Tisch. Mit Erfolg: Die Vertreter von 15 Unternehmen und 55 Kandidaten führten 178 Gespräche, 119 Bewerbungsmappen wechselten den Besitzer, zwölf Teilnehmer bekamen danach einen Arbeitsvertrag. Seitdem gab es solche Treffen inzwischen auch in Dortmund und Stuttgart. Und auf so mancher Job- und Karrieremesse wird ebenfalls diese Möglichkeit genutzt, Arbeitgeber und Bewerber zusammen zu führen.

So kann es aussehen: Auf der einen Seite die zukünftigen Chefs mit Schlips und Kragen, auf der anderen Seite die interessierten Bewerber. Und los geht´s! Nach zehn Minuten beendet eine Glocke das Zwiegespräch und dann wird gewechselt. Zehn Minuten, in denen man sein Gegenüber von sich überzeugen und sich gut verkaufen muss. Und nach dem Motto „Man muss keine Suppe auslöffeln um zu wissen, ob sie versalzen ist“: heißt es auch hier: Man muss nicht eine Stunde reden, um zu klären, ob jemand Chancen hat.

Ob dieses Modell in den Personalabteilungen künftig Einzug halten wird? Sicher ist es für den Bewerber nicht ganz einfach, bei einem solchen Schnelldurchlauf zu überzeugen. Das erfordert eine sehr gute Vorbereitung. Dennoch ist es so: Der erste Eindruck zählt – auf beiden Seiten. Und man kann schon einmal grundsätzlich checken, ob man zusammen passt oder nicht. Ein gründliches Bewerbungsgespräch kann dieses Verfahren jedoch sicher nicht ersetzen. Das sollte in einem nächsten Schritt folgen. Auf jeden Fall ist es aber eine Chance für diejenigen, die schon zahlreiche erfolglose Bewerbermappen abgeschickt haben und die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch – aus welchen Gründen auch immer – nicht bekommen haben.

Ines H.



Dieser Beitrag wurde am Montag, 20. Juni 2011 um 09:31 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitsmarkt abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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